Die "Naturfreunde Görauer Anger" feierten im Feuerwehrhaus ihr 20-jähriges Bestehen. Vorsitzende Elsbeth Düthorn betonte, mit der Gründung des Vereines sei ein Ruck durch die Ortschaft gegangen. Alle Bürger hätten mitgemacht, den Ort zu verschönern und die Landschaft zu gestalten. Durch die vielen Veranstaltungen des Gartenbauvereins und auch der Jugendgruppe hätten sich das kulturelle Leben und das gemeinschaftliche Miteinander in Görau sehr zum Positiven gewandelt. Die rührige Dorfgemeinschaft sträube sich vor keiner Arbeit.
Düthorn erinnerte an die Ini tiatoren Maria Wiehle (die aus Görau stammt), Josef Schröder (der damalige Kreisfachberater) und Herbert Stumpf (damaliger Kreisvorsitzender). Spontan seien 48 Einwohner dem neu gegründeten Verein beigetreten. Nur kurze Zeit später konnte schon das 100. Mitglied begrüßt werden. Heute zählt der Verein 188 Mitglieder - bei 130 Einwohnern. Die drei Linden, die unmittelbar nach der Gründung auf den Dorfplatz gepflanzt worden waren, sind inzwischen zu stattlicher Größe gewachsen und beschatten den Kinderspielplatz. Ein Meilenstein sei die Renovierung des eingefallenen Holzbrunnens gewesen. In die Landschaft seien mehrere 100 Obstbäume gepflanzt worden. Auch das Wanderwegenetz sei mit Weg weisern und Wandertafeln ausgezeichnet sowie mit Sitzbänken bestückt worden. Im Jahr 2000 wurde die Jugendgruppe "Görauer Fröschla" gegründet. Sie zählt heute 33 Kinder. Auch mit der Broschüre ‚Was Großmutter erzählt‘ habe der Verein Pionierarbeit geleistet, unterstrich die Vorsitzende.

"Die Menge Urkunden, die wir für den Umweltschutz und zur Dorfverschönerung schon alle erhalten haben, ist enorm", fuhr sie fort.

Unter großem Beifall ernannte Vorsitzende Elsbeth Düthorn, Pfarrer Erhard Meissner und Josef Schröder mit Urkunden zu Ehrenmitgliedern. Schröder habe den Startschuss für die Vereinsgründung und die Jugendgruppe gegeben, die Landschaftspflegemaßnahmen am Görauer Anger begleitet sowie die Broschüre "Was Großmutter erzählt" initiiert und mit ausgearbeitet. Der Verein habe zu ihm immer noch einen heißen Draht, erklärte die Vorsitzende.

Pfarrer Erhard Meissner sei in Görau sehr beliebt und immer ein gern gesehener Gast. Mit seinem Einsatz sei es gelungen, während seiner Amtszeit alle Kirchen und Kapellen, die zur Pfarrei Modschiedel gehören, zu renovieren. Für die Belange des Gartenbauvereines habe er immer ein offenes Ohr gehabt. 1996 habe er die feierliche Einweihung der Hüllweiher und 2002 die des Kinderspielplatzes übernommen.

Von Christa Schröder