Unterstützung traditioneller Kaffeerösterei und Handweberei auf Lombok

Dank Weiterbildungen und Mikrokredite, die die gemeinnützige Organisation Global Micro Initiative e.V. durch ihre indonesische Partnerorganisation Gema Alam NTB ermöglicht, bekommen Menschen auf der Insel Lombok die Chance, auf umweltfreundliche Weise ihrem traditionellen Handwerk nachzugehen.

Viele Kleinunternehmer auf Indonesiens Insel Lombok haben außer ihrer Unterkunft keinen Grundbesitz und kein Eigenkapital. Benötigen sie Kredite für ihre Unternehmen, haben sie nur die Möglichkeit, sich an professionelle profitorientierte Geldverleiher zu wenden, die horrende Zinsen verlangen. Dadurch dient ihre Arbeit lediglich der Schuldentilgung, nicht aber der eigenen Weiterentwicklung – darunter leiden auch die Dorfgemeinschaften. Um den Ertrag dennoch steigern zu können, wenden sie sich von ihrer traditionellen umwelt- und ressourcenschonenden Handwerkskunst ab. Dieser Entwicklung wirkt GMI gemeinsam mit der indonesischen Partnerorganisation Gema Alam NTB durch ein besonderes Dorfentwicklungsprogramm entgegen.

Mehrere Projekte wurden bereits erfolgreich umgesetzt. „Dank der spendenfinanzierten Mikrokredite von GMI konnte die Webergemeinschaft in Pringgasela eine Galerie zum Verkauf ihrer Stoffe und Kleidungsstücke errichten”, erklärt Mansyur, Projektleiter von Gema Alam. „Die Frauen haben dadurch ihr Einkommen gesteigert. Umweltschonendes, traditionelles Handwerk wird bewahrt.” Zusätzliche Weiterbildungen und Workshops für die Kleinunternehmerinnen sichern den langfristigen Erfolg der Webergemeinschaft.

Auch Sopian nimmt an GMI’s Förderprogramm teil. Ursprünglich verkaufte er Campingausrüstung an Touristen, doch nach mehreren verherenden Erdbeben blieben die Besucher aus. Deshalb nutzte Sopian seinen Mikrokredit für den Ausbau seiner Kaffeerösterei, eine jahrhundertealte Tradition auf der indonesischen Insel. Mit dem Rösten und Verkauf des von örtlichen Bauern angebauten Kaffees verdient Sopian den Lebensunterhalt für sich und seine Familie und fördert damit die ressourcenschonende Kaffeeproduktion in seiner Heimat.

„Seit unserer Gründung konnten wir bereits über 190 Mikrokredite vergeben und 87 Ausbildungen fördern,” erklärt GMI’s Gründer Tobias Schüßler. „Schon mit kleinen Beträgen können wir viel bewirken, um den Menschen auf Lombok oder in anderen Regionen Südostasiens ein besseres und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Besonders freut mich dabei, dass wir dazu beitragen, traditionelle Handwerkskünste zu bewahren und zu fördern.”

Aufgrund der Erfolge besonders auch im Bereich der traditionellen ökologischen Handwerkskunst hat sich GMI nun auch für den Innovationspreis Klima und Umwelt beworben. Erfahren Sie mehr unter: https://www.newsroom-iku-innovationspreis.de/iku-newsroom/aktuelles/Bewerber-2020/Mikrokreditprojekte.php

Text: Susann Sparwasser, GMI PR-Team