„Essbare Blüten, ihr Duft und ihre Farben sind Nahrung für die Seele, sagt Hildegard von Bingen“. So lautete das Thema des Vortrages der Landfrauen mit der Referentin Inge-Maria Schlereth aus Waldfenster. Der Schulungsraum des Feuerwehrhauses war voll besetzt. Es übertraf alle Erwartungen, dass die Teilnehmer aus zwölf Ortschaften von Albertshausen bis Gerolzhofen kamen. Alles war mit Blumensträußen und Rosenblüten dekoriert und die Referentin meinte: „Wir wollen heute ein Blütenfest feiern, wie es schon Hildegard von Bingen tat“. Es wurden zahlreiche essbare Blüten an diesem Abend vorgestellt und zum Teil den Teilnehmern gezeigt. Dass Blumen nicht nur im Strauß schön sind, sondern viele Blüten auch der modernen Küche das „gewisse Etwas“ verleihen und gleichzeitig alle Sinne ansprechen, ist vielen nicht bewusst“ so die Kräuterexpertin. „Die Blüten wirken durch ihre Schwingungen und ihre Farben auf unseren Körper und unsere Seele“, sagte Frau Schlereth. Sie verwies auch auf einen Zeitungsartikel vom 04.07.2017 vom Professor Hanns Hatt von der Ruhr-Uni in Bochum. Der Riechforscher ist absolut überzeugt davon, dass man mit Düften Krebs oder andere Krankheiten positiv beeinflussen, ja vielleicht sogar heilen kann. Inge-Maria Schlereth erklärte den Teilnehmern, unter denen erfreulicherweise auch einmal ein Mann war, eine Reihe von Blüten und ihre Wirkung auf unseren Körper und unsere Seele. Die Lavendelblüte beispielsweise gibt innere Sicherheit und stärkt unsere Entschlusskraft. Wir werden ruhiger und sicherer. Sie ist nervenberuhigend, schlaffördernd und der Lavendel-Heilwein ist ein sanftes Lebermittel zum Entgiften“. Immer wieder spielte die Referentin zwischendurch auf ihrer Zither und sang dazu, teilweise auch gemeinsam mit den Teilnehmern. Sie ließ ihnen sogleich spüren, was auch die Musik Gutes in unserer Seele bewirke. „Das sagte auch schon Hildegard von Bingen“, betonte Sie. Es gab noch kleine Kostproben wie Holundersekt, Lavendelblütenplätzchen, Rosenbutter-Häppchen und kandierte Blüten. Außerdem bekam jeder Gast als Geschenk ein Duftrosenöl von der Ortsvorsitzenden der Landfrauen. Besonders die von auswärts kommenden Teilnehmer bedankten sich, dass sie kommen durften und meinten es war ein sehr schöner Abend.