Der Fränkische Tag berichtete kürzlich in seiner Druckausgabe, daß es auf der Bamberger Straße in Hirschaid zu einem sogenannten Dooring-Unfall gekommen ist: Die Beifahrertür eines Pkw wurde achtlos aufgerissen, so daß ein rechtzeitiges Reagieren auf dem viel zu schmalen Radweg nicht mehr möglich war.

Wie unter

http://www.cycleride.de/index.php/component/joomgallery/pannenflicken-2015/15-5-hirschaid

nachgelesen werden kann, ist das durch den unzulässig benutzungspflichtigen Radweg verursachte Gefahrenpotential längst bekannt. Doch wie bei der südlichen Verlängerung, der Nürnberger Straße, blicken die Behörden kaltlächelnd über das von ihnen zu verantwortende Risiko hinweg.

Schon vor rund sechseinhalb Jahren war die Gemeinde auf den gefährlichen, jeglichen einschlägigen Vorgaben widersprechenden Radweg entlang der Nürnberger Straße hingewiesen worden. Doch sie hüllte sich in Schweigen, überließ die Antwort dem Landratsamt. Dieses leugnete jegliche Gefahrenlage, verwies wahrheitswidrig darauf, es habe dort noch nie einen entsprechenden Unfall gegeben:

https://www.infranken.de/regional/bamberg/Radfahrerin-leicht-verletzt;art212,59050

Zeitgleich berichtete der Fränkische Tag, daß just zur Zeit dieses Schriftwechsels an der Einmündung des Grieswegs ein den Radweg benutzender, vorfahrtberechtigter Radler niedergefahren worden war. Mit dem Bericht konfrontiert, hatte das Landratsamt den Kontakt sofort abgebrochen.

Seither gab es allein an dieser Einmündung mehrere Unfälle. Im vergangenen Herbst verlief einer tödlich:

https://www.infranken.de/regional/bamberg/Radfahrerin-stirbt-nach-Kollision-mit-Lkw-in-Hirschaid;art212,826309

Konsequenzen wurden bislang keine bekannt.