Welche ist die richtige Schule für mein Kind?

Vor dieser Frage stehen in den nächsten Monaten tausende bayerischer Eltern. Anfang Mai erhalten die Schüler der vierten Jahrgangsstufe ihre Übertrittszeugnisse. Bereits jetzt informiert die Viktor-von-Scheffel-Schule Bad Staffelstein interessierte Eltern über den Übertritt auf die Realschule. Am Dienstag, 07.03.2017, findet hierzu um 19:00 Uhr in der Aula eine Informationsveranstaltung statt. Dabei wird Schulleiter Heinz Zech unter anderem auf die Besonderheiten der Schulart Realschule eingehen und die vielfältigen Möglichkeiten vorstellen, die ein mittlerer Bildungsabschluss bietet. Natürlich wird auch ein Überblick über das Schulleben der Viktor-von-Scheffel-Schule gegeben und ein Schulhausrundgang durchgeführt. Hierzu stehen auch die beiden Stellvertreter des Schulleiters, Monika Greßmann-Schierer und Matthias Welsch, an diesem Abend für Fragen bereit.

Direktor Heinz Zech rät den Eltern beim jetzt anstehenden Schulübertritt zu Gelassenheit: „Mit der im Mai zu treffenden Entscheidung ist der Bildungsweg noch keineswegs zementiert. Nach dem Realschulabschluss in der 10. Klasse bieten sich vielfältige Chancen, die eigene Schullaufbahn weiter zu gestalten.“ Der Übertritt auf ein Gymnasium sei auch erst nach einer erfolgreichen Realschulzeit möglich. Hierzu seien an vielen Gymnasien spezielle „Einführungsklassen“ eingerichtet worden, die ehemalige Realschüler nach der mittleren Reife an das Gymnasialniveau heranführen. Die Anzahl der Schüler, die diese Möglichkeit nutzen, nehme stetig zu. Was viele nicht wüssten: „40 Prozent der bayerischen Hochschüler kommen nicht vom Gymnasium, sondern nahmen den Weg von der Realschule über die Fachoberschule oder studierten erst nach der Berufsausbildung.“

Wichtig bei der jetzigen Schullaufbahnentscheidung sei es, Schüler zu „Aufsteigern“ zu machen. Die Eltern sollten deshalb die Schulart zu wählen, in der ihre Kinder jetzt Erfolgserlebnisse haben und möglichst wenig von Abstiegs- oder Versagensängsten betroffen sind. „Die Frage sollte sein: An welcher Schulart kann mein Kind auf seiner derzeitigen Entwicklungsstufe seine Potenziale am besten ausschöpfen?“

Besonders aufgrund der wachsenden Fachkräftelücke weist Schulleiter Heinz Zech zudem auf die Karrieremöglichkeiten im Rahmen der beruflichen Bildung hin: „Was Deutschland in den kommenden Jahrzehnten vor allem fehlen wird, sind die gut ausgebildeten Facharbeiter und Fachkräfte. Eine Studie der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft zum Fachkräftemangel ergab, dass 2020 bereits 230 000 Stellen unbesetzt bleiben könnten – Tendenz steigend. Deshalb sollten sich Eltern auch über diese Möglichkeit verstärkt Gedanken machen.“ Mit dem Übertritt an eine bayerische Realschule erhielten die Kinder die beste Grundlage, um sich später in einem anspruchsvollen Ausbildungsberuf zu qualifizieren, so Zech. „Aus den Unter-nehmen erhalten wir viele positive Rückmeldungen über die Realschule. Die Absolventen bewährten sich in der Regel sehr in ihren Ausbildungsstellen.“ Und auch für das Handwerk wird die Realschule immer wichtiger: Laut Bayerischem Handwerkstag hat sich der Anteil der Azubis mit Mittlerer Reife sich seit 2005 auf knapp ein Drittel verdoppelt. Insofern sei die Realschule die ideale Schulart für alle, die nicht sicher sind, ob sie es jetzt schon auf dem Gymnasium schaffen, sich aber trotzdem alle Wege offen halten möchten.

Weitere Informationen zum Übertritt auf die Realschule sind unter www.realschule-staffelstein.de abrufbar.

Matthias Welsch