... ohne gleich in die braune Ecke gestellt zu werden." So oder so ähnlich lautet derzeit der Tenor vieler FT-Leser in ihren Leserbriefen, leider auch zwischen den Zeilen manchen (zum Glück nur vereinzelter, sonst auch wenig ausgewogener) Berichterstatter. Da fragt man sich, ob die die gegenwärtige Situation noch nicht erfasst haben oder tatsächlich alles ausblenden, was nicht in ihr Weltbild passt. Da werden Studententreffen (im FT mehrfach fälschlich als "Autonome" - hier ja noch ein Schimpfwort - bezeichnet) angegriffen bzw. sogar brutale Anschläge auf diese geplant, wer Flüchtlingen hilft, muss Angst um seine Gesundheit und sogar sein Leben haben, wer sich auf die Seite von aus grausigen Umständen und unter Einsatz ihres Lebens und Zurücklassen von Hab und Gut und Familie Fliehenden stellt, wird bedroht! Das ist Realität, auch in Franken, vor allem auf dem Land, wo man anscheinend immer mehr Angst vor Veränderung hat und lieber sein langweiliges, eintöniges Leben mit dem dazugehörigen Dauergejammer so auch zuende führen will. Wer muss denn da nun Angst haben? Die Armen, die ihre eigentlich braune Gesinnung immer offener zutagefördern, oder die, die auf der Seite der Menschen und Menschlichkeit stehen? Es erinnert leider sehr an alles, was die wenigen Neutralen und Gegner des NS-Regimes zu dessen aufstreben erzählen. Auch damals hatte man Angst vor den Juden, die den braven Bürgern ja angeblich alles wegnähmen, während diese und diesen Helfende (z.B. Politiker, Pfarrer, Schauspieler) offen angefeindet und letztlich nicht selten ermordet wurden.