Mit Seilbahnen, Aufzügen und Rolltreppen soll der "Verkehr aus dem Bamberger Berggebiet herausgehalten werden". Warum so bescheiden, hat denn noch niemand an eine Luftbrücke gedacht?

Diese Ideen können jedoch nur Teil eines ausgeklügelten Verkehrsvermeidungskonzepts sein. Mit der Auflösung des Radweges in der "Langen Straße wurde bereits ein vielversprechender Anfang gemacht, zumindest schon mal den Fahrradverkehr im wahrsten Sinne des Wortes" auszubremsen.

Der nächste logische Schritt wäre die Einführung einer Straßenbenutzungsgebühr. Schließlich verursachen die Zweiradfahrer beträchtliche infrastrukturelle Kosten. Man denke nur an die konsequente Nichtbenutzung des von den Stadtwerken für viel Geld errichteten Radhauses am Bahnhof!

Die Gebühr könnte kostenneutral als "Radlerbrückenmaut" (RBM) vom bestens ausgebildeten, jedoch chronisch unterbeschäftigten Kassenfachpersonal des "Bambados" eingezogen werden. Außerdem wäre die RBM ein Beitrag zum Umweltschutz, angesichts des erhöhten CO2-Anteils in der Ausatmungsluft der Strampler. Und was spricht gegen eine im Preis deutlich erhöhte "Radlermaß" in den gastronomischen Betrieben der Stadtwerke, um die Zweiradfahrer an den verursachten Kosten zu beteiligen?

Zu guter Letzt noch ein ganz praktischer Tipp: Die durch die gemeinsame Nutzung von Zwei- und Vierradfahrern bedingten veränderten Platzverhältnisse in der Langen Straße sollten durch eine Umbenennung in "Enge Straße" Berücksichtigung finden. Der im Nichts endende Radweg könnte beispielsweise "Nirwana- oder Siddhartaweg" heißen und so zu einem festen Bestandteil der zahlungskräftigen, buddhistischen Pilgerszene werden.

Werner Höchstetter aus Memmelsdorf,