Es ist beruhigend zu erfahren, dass in weiten Kreisen unserer Bevölkerung den Flüchtlingen eine so große Hilfsbereitschaft entgegengebracht wird. Nicht zuletzt die Sendung "Jetzt red i" des Bayerischen Rundfunks offenbarte jedoch auch vielfältige Probleme, mit denen die ehrenamtlichen Helfer zu kämpfen haben. Viele von ihnen sind "normale" Bürger und fühlen sich bei der Bewältigung der vielschichtigen Aufgaben von den Behörden allein gelassen. Sie wünschen sich selbst Unterstützung durch Fachleute. Das kostet aber stets Geld, welches offensichtlich nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung gestellt wird.

Da lohnt es sich, einen Blick auf die Praxis der Anwerbung von Unterkünften zu werfen. Zum einen werden normale Wohnungen angemietet, die Eigentümer erhalten dafür die ortsübliche Miete. Zum anderen schließt das Landratsamt sogenannte "Beherbergungsverträge" ab. Es geht dabei um Gemeinschaftsunterkünfte für vielleicht zehn und auch mehr Flüchtlinge. Dafür werden dem Vernehmen nach Vergütungssätze um die 20 Euro pro Person und Tag erstattet. Auf den Monat hochgerechnet ergibt sich daraus ein ganz schönes Sümmchen, welches eine normale Miete um ein Vielfaches übersteigt.

Die Politik muss sich fragen lassen, warum sie überwiegend auf die überteuerten Gemeinschaftsunterkünfte setzt, obwohl offensichtlich hinreichend Wohnungen angeboten werden. Hier ließe sich - wie in NRW - deutlich Geld sparen, mit dem man viele andere Probleme lösen könnte. Siehe oben!