Kronach - 11 Tage lang besuchten Mark Sanderson und Denton Hopkinson aus der Hauptverwaltung von Jehovas Zeugen in Brooklyn (New York, USA) ihre Glaubensbrüder in Deutschland. Am vergangenen Samstagnachmittag waren sie auch virtuell in Kronach zu Gast, denn 92 Personen verfolgten im Kronacher Königreichssaal von Jehovas Zeugen eine live im Internet übertragene Vortragsveranstaltung aus Selters/Taunus mit.

Ziel des Besuchs der langjährigen Vollzeitprediger war die geistliche Erbauung, was ihnen auch sehr gut gelang. Mark Sanderson sprach rund 90 Minuten darüber, wie man sich trotz vieler Probleme im Leben mit Hilfe der Bibel dennoch eine freudige Stimmung bewahren kann. Er berichtete u. a. von einem Besuch in Südkorea vor rund drei Jahren, bei dem er in einem Gefängnis eine Rede vor 35 jungen Zeugen Jehovas hielt, die wegen ihrer Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen inhaftiert waren. "Am Ende der Rede blieb kein Auge trocken", berichtete er. Mit seiner Rede habe er die jungen Männer im Glauben stärken wollen, aber sie hätten ihn durch ihre kompromisslose Haltung mindestens genauso gestärkt.

Beeindruckend war der technische Aufwand, der für die Live-Übertragung aus der Mitteleuropa-Zentrale im Taunus betrieben wurde: Per Internetstream wurde das dreieinhalbstündige Programm in 11 Sprachen in 2.797 Gemeinden in Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich und der Schweiz übertragen, wo es von etwa 215.000 Personen mitverfolgt wurde. Das war die bisher größte Veranstaltung von Jehovas Zeugen in Deutschland.