Mit einem Kreuzerhöhungsfest feierte die Dorfgemeinschaft von Schadlos kürzlich das 100jährige Bestehen ihres Dorfkreuzes. Es wurde 1915, also während des 1. Weltkrieges, als Zeichen des Gottvertrauens errichtet. Nach dem 2. Weltkrieges erhielt es einen neuen Standort in der Ortsmitte, nachdem es ursprünglich gegenüber der ehemaligen Gaststätte Lechner gestanden hatte.
Seit Jahrzehnten wird das schmucke Dorfkreuz durch die Familie Wachter betreut. Der Malermeister Peter Frank restauriert es in regelmäßigen Abständen unentgeltlich. Zur 100-Jahr-Feier würdigten Bürgermeister Jochen Hack und Diakon Bauer von der Pfarrei Mariä Geburt die Verbundenheit Pettstadts und der Kirchengemeinde mit dem kleinen Ortsteil, der nur von sieben Familien bewohnt wird.
Ludwig Wachter erhielt von der Gemeinde Pettstadt einen Rosenstock. Er wurde inzwischen neben dem Kreuz gepflanzt. Geldspenden, die an dem Festtag gesammelt wurden, werden für weitere Sanierungen des Dorfkreuzes zurückgelegt.
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war eine Bilderausstellung „100 Jahre Schadlos - einst und jetzt". Der Pettstadter Hansi Schubert hatte dafür zahlreiche Bilder aus der Dorfgeschichte gesammelt und auf Schautafeln präsentiert. Schubert dankte für die Unterstützung allen Ortsbewohnern, die dafür ihre Fotosammlungen durchstöbert hatten.
Das Kreuzerhöhungsfest wurde nach einer kleinen Andacht auf der Ludwigshöhe zwischen Schadlos und Pettstadt gebührend gefeiert. Die Gäste wurden kostenlos mit Speis und Trank verwöhnt.