Der Kinderbibeltag wurde von der Geschichte vom barmherzigen Samariter bestimmt. 35 Grundschüler aus Wallenfels und den Ortsteilen sowie einige wenige aus Neufang und Steinwiesen konnten bei vielen Spielen die schönen Seiten von Gemeinschaft erleben. Auch die Kinder der zugezogenen Flüchtlingsfamilien beteiligten sich zeitweise am Geschehen. Zunächst durften die Kinder mit ihren Eltern das Motto des Tages erraten: „Gemeinsam sind wir stark!“ Mit einem großen kunterbunten Tuch erlebten die Kinder gleich hautnah, was es heißt, gemeinsam etwas zu schaffen. Danach war im Jugendheim aber „elternfreie Zone“ angesagt, denn die Erwachsenen wurden kurzerhand nach Hause geschickt.
Mit kleinen Figuren wurde im Pfarrheimsaal zunächst die Geschichte vom barmherzigen Samariter nochmals nachgestellt. Die Kinder konnten sich dadurch noch tiefer in die Szenerie hineinversetzen. In Kleingruppen ließ sich anschließend das Thema weiter vertiefen. Begleitet und aufgelockert wurde der Tag vom Maskottchen Emil, einer pädagogischen Puppe mit ihrem stets gut gelaunten „Puppenvater“ Holger Scholz. Im großen Stuhlkreis wurde die Geschichte nochmals symbolisch an einem Papierherz besprochen. Die Herzen des Priesters und Leviten sind zusammengeknüllt und hart - der Samariter aber hat ein offenes Herz. Durch Löcher in diesem Herzen kann das Licht Gottes in die Welt fallen. In vier Kleingruppen durften die Kinder weiter an dem „Lichtlöcherherz“ basteln. Dabei vertieften die Betreuer das Thema anhand der Frage aus der biblischen Erzählung „Wer ist mein Nächster?“ Tatsächlich konnten sich die Kinder mit den Gestalten aus der biblischen Erzählung identifizieren. Oft treten auch im Alltag Situationen auf, in der jeder in der Rolle des Opfers stecken kann. Manchmal handeln Menschen wie der Samariter und wie Jesus es getan hätte; aber auch in den Gestalten des Priesters und des Leviten konnten sich die Kinder teilweise wiederfinden. Bei vielen Spielen, die wieder im Saal stattfanden, mussten die Kinder oft Teamfähigkeit beweisen. Auch Pater Jan Poja machte mit, um die Aufgaben gemeinsam zu lösen. Den Abschluss fand der Kinderbibeltag mit einem gemeinsamen Gebet und dem Segen durch Pater Jan Poja. Ein Satz, der bei den Kindern häufig zu hören war: „Es war schön, aber schade, dass der Emil wieder geht.“
Der Kinderbibeltag wurde in diesem Jahr vom KiGo-Team unter Leitung von Silvia Schirmer sowie der Katholischen Jugend, mit dem Jugendbeauftragten des Pfarrgemeinderates, Holger Scholz, geplant und durchgeführt. Unterstützt wurde das Team aus dreizehn Erwachsenen und Jugendlichen von Religionslehrerin Elke Hoffmann-Kolb, Pastoralreferenten Harald Ulbrich und Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Bernhard Müller.