An diesem Sonntag war die stattliche Anzahl von siebzig Jubilaren in Hannberg versammelt.
Vor 40, 50, 60 oder 70 Jahren waren sie hier feierlich zur ersten Heiligen Kommunion gegangen und wollten dieses Tages gedenken. Die Jubilare zogen nach der Segnung der Jubiläumskerzen in die Kirche ein. Nach dem festlichen Einzug erneuerten die Jubilare ihr Taufversprechen mit brennenden Kerzen und übernahmen Lesungen und Fürbitten im Gottesdienst. Es waren für verstorbene Jubilare und die Verstorbenen der Jahrgänge Kerzen entzündet worden.
In der Predigt ging Pfarrer Rebhan auf das Bild der Osterkerze ein. Es zeigt ein Kreuz, welches mosaikartig aus verschiedenfarbigen kleinen Plättchen zusammengesetzt ist. Das Leben eines jeden Menschen ist wie ein solches Lebensmosaik, zusammengesetzt aus verschiedenen Erlebnissen. Manche sind dabei besondere Erlebnisse mit Gott und aus dem Glauben – wie eine Erstkommunion, aber auch tägliche Gebete und die Haltung eines Grundvertrauens in Gott. Diese werden oft leuchtend oder golden dargestellt. Gerade an Tagen wie einer Jubelkommunion ist es gut, diese leuchtenden Steine des Glaubens im eigenen Leben bewusst und dankbar wahrzunehmen.
Die Jubilare empfingen in der Kommunion Leib und Blut Christi, in den Gestalten von Brot und Wein. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde der Festzug von der Jugendkapelle Großenseebach begleitet, die auch noch für einen musikalischen Ausklang in der Wehranlage sorgte.
Am Nachmittag fanden sich die Jubilare nochmals in der Kirche zu einer Dankandacht ein. Im Anschluss traf man sich im Andreassaal, wo der Sachausschuss „Feste und Feiern“ in bewährter Weise die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen übernommen hatte.