Am 27. Januar war verschiedentlich zu lesen, daß sich die Stadt Bamberg beim Fränkischen Tag für den Vorwurf einseitiger Berichterstattung und die damit verbundenen Entgleisungen sowohl der Stadtverwaltung als auch mehrerer Mitglieder des Stadtrats bezüglich der Wohngebäude auf dem Konversionsgelände entschuldigt.

Zeitgleich schreibt die Stadt Bamberg als Antwort auf eine Eingabe vom 26. Januar im elektronischen Bürger„dialog“ (ID 2134):

„Die derzeitigen Diskussionen über eventuelle Abrisse von intakten Wohnungen sind auf eine tendenziöse Berichterstattung des Fränkischen Tages zurückzuführen ... Ein Blick in andere vergleichbare Konversionsstädte würde da schon zu einer immensen Beruhigung beitragen, denn auch dort werden diese Themen diskutiert und führen immer zu der Erkenntnis, dass man auch künftig leerstehende Wohngebäude nicht über Jahre künstlich und mit viel Aufwand am Leben erhalten kann, was dann regelmäßig zu Überlegungen führt, was ich nicht verkaufen oder belegen kann, ist vom Markt zu nehmen. ... die von der Verwaltung äußerst positiv angenommen Wachstumsprognosen von 75.000 Einwohnern bis zum Jahr 2030 für die Gesamtstadt Bamberg - die damit deutlich über der vom Bayerischen Landesamt für Statistik prognostizierten Stagnation bei 69.500 Einwohnern ( Zahlen aus 2014 ) liegen - müssen mittels einiger Anstrengungen, z.B. der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen, erst einmal erreicht werden.“

Wer soll der Stadt Bamberg jetzt noch vertrauen - zumal vorstehend wiedergegebene Einlassungen argumentativ den Boden für exakt die in der angeblich tendenziösen Berichterstattung wiedergegebenen Befürchtungen bereiten?