Der Kulturkreis Ebermannstadt lädt am Donnerstag, 10.11.2016, um 19.30 Uhr in den Resengörgsaal, Hauptstraße 36 ein zum 2. Teil des Vortrags „Gefallen auf dem Feld der Ehre ...“ – Unsere Heimat im ersten Weltkrieg. Referent ist der Historiker Dr. Manfred Franze.

Im 2. Teil geht es um die Militärdiktatur Hindenburgs und Ludendorffs. Sie bestimmten
ab August 1916 verantwortlich die Politik im Deutschen Reich. Sowohl an der Front wie
auch in der Heimat wurden die Not und der Zwang größer. Die Mangelwirtschaft führte dazu,
dass Kinder, deren Väter an der Front kämpften, ins Forchheimer Waisenhaus gegeben wurden.
Die Zeitungen waren voll mit Meldungen über Notlagen und Schicksalsschlägen.
In Forchheim und auf dem Land mussten französische und russische Kriegsgefangene
fehlende Arbeitskräfte ersetzen. Mit dem abrupten Kriegsende bildeten sich spontan
Arbeiter- , Soldaten- und Bauernräte, die Einfluss auf die örtlichen Behörden nahmen.
Große Auseinandersetzungen gab es um den Religionserlass, den die neue Regierung unter
Johannes Hoffmann durchsetzte, Bürgerwehren entstanden aus Furcht vor kommunistischen Übergriffen
und in Forchheim kam es mit dem „blutigen Weißen Montag“ zu einer brisanten politischen Zuspitzung.
Mit den Kommunalwahlen am 15. Juni 1919 beruhigte sich die Lage – ohne dass große Freude über
die neue demokratische Ordnung ausbrach.
Der Eintritt ist frei!