Ich wurde gefragt, wieso ich ein Thema (Besatzungskinder) anspreche, das Tabu ist . Die werden Ihnen nicht helfen.

Antwort: Wer ist Kompetent mir zu verbieten über ein Thema zu schreiben, dass mich betrifft.
Ich weiß, dass mein Schweigen den Behörden in die Hände spielt. Nur so können sie ihr Tabu aufrecht erhalten, und ihre Taten verheimlichen.
Tragisch für mich, 57 Jahre zu glauben ganz allein Schuld an meinem Schicksal zu haben, und zum Schweigen verdammt zu sein. Ich war Überzeugt für den Rest meines Lebens mit der Schuld leben zu müssen. Und wenn, an meiner Schuld wird sich nichts ändern. So dachte ich als Kind, als Jugendlicher, als Erwachsener.
Der Drang zu wissen was wirklich passiert ist, die Schuld die mich zu einem Sklaven des Schweigens macht, die Sehnsucht nach den geliebten Menschen, der Schmerz in meinem Herzen, ist so groß, dass wenn ich nicht alle Optionen nutze...
Mein Schicksal zu akzeptieren ist für mich keine Option, dazu waren die Erlebnisse zu brutal, zu ungerecht, zu unfair, und zu beleidigend.

Was Dez. 2005 auch immer der Auslöser war, von da ab änderte sich alles. Ich bin erneut durch die Hölle gegangen, mit dem Ergebnis das ich unschuldig bin. Ich war über das Ergebnis regelrecht geschockt. Nie hätte ich gedacht, dass mir so etwas passiert.

Alles hatte ich seit den Ereignissen in Erinnerung, sogar die wichtigsten Details. Konnte es aber nicht Erkennen. Es gab keine Verbindung zueinander. So oft ich auch an die Orte des Schrecken gehen musste um nach der Wahrheit zu Suchen, es war immer das gleiche „Schuldig“.
Verzweiflung pur.
Wer kann Verstehen, wenn ein Kind glaubt ein Ungeheuer zu sein, dass den Tod verdient. Ich habe die Verwandten nicht als Täter gesehen. Von meiner Sicht aus hatten sie allen Grund und das Recht mich Physisch und Psychisch zu Vernichten. „Du hast kein Recht auf dein Leben, ich werde dich auslöschen wie zwei Kinder vor dir. Bald kommst du in den Himmel“ waren ihre Worte.
Als Kind hatte ich schon die Vermutung, dass ich zu meinen Lebzeiten nie Gerechtigkeit erfahren werde. Das versetzte mich von Anfang an in Panik.
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Die einzigen die ihre Besatzungskinder anerkannten, sind die Franzosen. Sie haben meinen Respekt.
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Ich habe die 10.00, 00 € Sachleistung für Heimkinder nicht angenommen, weil meine Bedingungen nicht erfüllt wurden. Das steht im Kontext zu den Besatzungskindern, der Familie, der Traumen und der Schuld durch die Verwandten und Jugendamt Nürnberg.


Herbert

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