Dass man sich sein EBN-Kennzeichen online reservieren lassen, kann, darüber hatte der FT bereits berichtet. Die Webseite des entsprechenden Anbieters stellt seit geraumer Zeit nun auch eine interaktive Grafik zur Verfügung, aus der man sehen kann, welche Altkennzeichen bundesweit bereits wieder eingeführt worden sind. Waren dort EBN (Ebern) und HOH (Hofheim i.UFr.) zwischenzeitlich bereits mit dem Status „wurde eingeführt“ gekennzeichnet, sind unsere beiden Altkennzeichen wieder zurückgestuft worden. Neuer Status: „Einführung unsicher“.

Inzwischen sind dagegen in unseren Nachbarlandkreisen die Altkennzeichen schon seit Juli 2013 wieder eingeführt worden. Die Staffelsteiner (STE), Neustädter (NEC), Bad Königshöfer (KÖN), Mellrichstädter (MET), Gerolzhöfer (GEO) und Ebermannstädter (EBS) fahren bereits wieder mit ihren Kennzeichen. Selbst kleinere Städte wie Scheinfeld (SEF) und Stadtsteinach (SAN) dürfen wieder ihre Altkennzeichen verwenden.

Unrühmliche Ausnahme: Ebern und Hofheim in Ostunterfranken. Hier blockiert Ostunterfrankens Landrat Handwerker (CSU) nach wie vor eisern die Wiederausgabe unserer Heimatkürzel. Zwar hatte er angesichts der pro-EBN-Petition mit 2.500 Altkennzeichen-Befürwortern angekündigt, die Altkennzeichenfrage wieder in den Kreistag zu hieven, doch er selbst bewegt sich keinen Millimeter. Dabei müsste er nur - wie der FT so schön berichtet hatte - Ja sagen. Nichts weiter. Im Kreistag droht dagegen eine zweite Ablehnung. Und damit die Missachtung und Verärgerung von 2.500 Petenten.

Es ist eine unhaltbare Situation. Dabei hatten die beiden Landratskandidaten Wilhelm Schneider (CSU) und Bernhard Ruß (SPD) bereits angekündigt, im Falle eines Wahlsieges im März 2014 EBN und HOH wieder zuzulassen. Der eine etwas zaudernd, der andere etwas deutlicher. Dass die Altkennzeichen zum Wahlkampfthema werden, wollte aber Landrat Handwerker vermeiden. Bitte, das möge er jetzt tun. Jetzt.

www.wunschkennzeichen-reservieren.de/altkennzeichen-infografik/