In der Behörde sollen laut Landratsamt die bereits bestehende Landesstelle für nichtstaatliche Museen und der Bayerische Limeskoordinator integriert werden. Das neue Amt wird dem Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst zugeordnet.

Staatsminister Ludwig Spaenle zufolge sind zwischen 140 und 150 Stellen vorgesehen. Diese sollen überwiegend von Nachwuchskräften und Bewerbern aus der Region besetzt werden. Zwangsversetzungen seien nicht geplant. Am kommenden Montag werde man mit den Verhandlungen über den genauen Standort im Landkreis beginnen, sagte der CSU-Politiker. Der Zeithorizont für die Realisierung belaufe sich auf fünf bis zehn Jahre.

Ausschlaggebend für die Entscheidung seien der besondere Bedarf des Landkreises und dessen zentrale Lage in Bayern gewesen, sagte Spaenle. "Wir werden auf Dauer eine hohe Zahl sehr qualifizierter Arbeitsplätze in der Region haben, dadurch wird das Potenzial der Region auf Dauer erhöht."

Heimatminister Markus Söder (CSU) hatte die Verlagerung staatlicher Behörden in den ländlichen Raum vor wenigen Tagen im Rahmen seines Heimatplans angekündigt. Das Programm soll gleichwertige Lebensbedingungen in Bayern fördern und die Strukturen im ländlichen Raum stärken.