Zur Ergänzung des bestehenden ÖPNV sollen in Anlehnung an das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILE) Mitfahrbänke eingerichtet werden, um Nahbereichsverbindungen zu ergänzen. Vor allem Senioren könnten dadurch mobiler sein, von anderen zum Arzttermin gebracht oder zum Einkaufen mitgenommen werden. Die Mitglieder des Marktgemeinderates standen dem am Donnerstagabend sehr positiv gegenüber. Als erstes sollen zwei Mitfahrbänke in Marienweiher und Stammbach aufgestellt und mit der entsprechenden Beschilderung gekennzeichnet werden. Zwischen den beiden Orten gibt es keine direkte öffentliche Busverbindung. Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, zwei Bänke zum Preis zwischen 400 und 500 Euro mit Beschilderung zu beschaffen und die Aufstellung durch die Bauhöfe in Auftrag zu geben.

Artur Brei von der RIWA GmbH und Kim Gebauer von der Firma Eagle Eye Technologies GmbH stellten dem Gremium eine Straßenzustandserfassung mittels Messbildbefahrung einschließlich der Auswertung und Erfassung der Flächengeometrie für das Geoinformationssystem des Marktes Marktleugast vor. Das Angebot lautet insgesamt über 20 234 Euro. Es soll auf die Jahre 2018 und 2019 aufgeteilt werden. Marktleugast hat 43 Kilometer Gemeindestraßen mit begleitenden Geh- und Radwegen sowie die Nebenanlagen an den Bundes-, Staats- und Kreisstraßen, die sich in Baulast der Gemeinde befinden.

In der Diskussion wurde deutlich, dass das Ganze zusammen mit einer Kanalbefahrung durchgeführt werden sollte. Mehrheitlich befürwortete das Marktleugaster Ratsgremium bei sechs Gegenstimmen die Beauftragung gemäß dem Angebot.

Einstimmig stufte der Marktgemeinderat das 73 Meter lange teilstück der Neuensorger Ortsstraße Nr. 9 ab dem Anwesen Kellner bis zum Zugang des Anwesens Öselweg 9 zum beschränkt öffentlichen Weg (nur für Fußgänger und Radfahrer) herab. Träger der Straßenbaulast bleibt der Markt Marktleugast.

In Sachen Breitbandausbau hat der Markt zwischenzeitlich den Antrag für das zweite Förderverfahren - einschließlich des Höfebonus - bei der Regierung von Oberfranken gestellt. Der Ausbau hat ein Investitionsvolumen von 1,45 Millionen Euro. Die Wirtschaftlichkeitslücke beträgt 1,35 Millionen Euro. Der Eigenanteil des Marktes Marktleugast beläuft sich auf rund 100 000 Euro. Insgesamt können 197 Haushalte und Bauplätze von der Maßnahme profitieren.


Digitales Klassenzimmer soll kommen

Bürgermeister Franz Uome informierte das Gremium über die nun Förderrichtlinie des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, mit der insgesamt 50 000 Klassenzimmer digital entwickelt werden. Die Ausstattungskosten können dabei mit bis zu 90 Prozent bezuschusst werden. Gleichzeitig ist eine Richtlinie zur Förderung von Glasfaseranschlüssen und WLAN für öffentliche Schulen in Kraft getreten, ebenfalls mit 90-prozentiger Förderung. Uome will beides nach den großen Ferien mit der Marktleugaster Schule angehen.