Kreisjugendpfleger Jürgen Ziegler stellte die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt in der Untersteinacher Gemeinderatssitzung am Dienstagabend vor. Die Veranstaltung war auf VG-Ebene zusammen mit den Gemeinden Guttenberg, Kupferberg und Ludwigschorgast in der Schulturnhalle durchgeführt worden. Mit 46 Jugendlichen war sie gut besucht und erbrachte nach den Worten Zieglers in drei Arbeitsgruppen ganz tolle Ergebnisse. Der Kreisjugendpfleger bat darum, die Jugendwünsche ernst zu nehmen und nach Möglichkeit umzusetzen.
Ganz oben auf der Wunschliste der Jugendlichen standen für Untersteinach überdachte Sitzgruppen. Auch eine Partyhütte und Bolzplätze waren gefragt. Geöffnet sein sollten auch die öffentlichen Toiletten. Gewünscht wurde zudem ein Jugendraum, eine Bike-Strecke sowie eine Überdachung am Bahnhof. Umgesetzt werden kann sicherlich gemeinsam mit den anderen drei Kommunen der Besuch eines Kletterparks. Außerdem wünschte sich der Nachwuchs, dass der Grillplatz aufgerüstet wird und die abgeschlossene Tore, wie am Hartplatz, zu bestimmten Zeiten geöffnet werden.
Interessant für die Vereine dürfte sein, dass die Freizeit der jungen Leute aufgrund der schulischen Belastung erst später am Tag beginnt oder sich mehr aufs Wochenende verlagert. Als mögliche Aktionen wurden Jugendtreffs ab 17 Uhr, Spielabende ab 19 Uhr sowie Discoabend mit jeweiliger Altersbeschränkung genannt.
Jürgen Ziegler betonte abschließend: "Die Jugend ist engagiert und motiviert. Die jungen Leute haben es verdient, dass das eine oder andere konkretisiert wird." Sie seien auch durchaus bereit, Verantwortung zu übernehmen und der eine oder andere arbeite sicher auch später hier im Gemeinderat mit.
Jugendsprecher Jürgen Seifferth pflichtete den Worten Zieglers bei und sagte: "Wir müssen was machen und die Vereine mit ins Boot nehmen." Bürgermeister Volker Schmiechen (SPD) meinte: "Wir werden gerne auf den Bericht sowie die Kreisjugendarbeit zurückgreifen."
Ein weiteres Thema der Gemeinderatssitzung war die Errichtung der Abwasseranlage in Gumpersdorf. Die Gesamtkosten belaufen sich einschließlich der Baunebenkosten - aber ohne die Grundstücksanschlusskosten - auf insgesamt 559 161 Euro. Insgesamt hat die Gemeinde Untersteinach vom Freistaat Bayern dafür eine Zuwendung in Höhe von 331 472 Euro erhalten. Die ungedeckten Kosten betragen somit 227 689 Euro, die auf die Grundstückseigentümer umzulegen sind, gab Bürgermeister Volker Schmiechen bekannt.
Zur Vorbereitung der entsprechenden Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung für den Ortsteil Gumpersdorf schlug die Verwaltung vor, für die Geschossfläche von insgesamt 8655 Quadratmetern der 24 Anwesen einen Beitragssatz von 24,88 Euro/qm brutto festzulegen. Ferner sollte für den Grundstücksflächenherstellungsbeitrag von insgesamt 43520 Quadratmeter ein Betrag von 24 Cent/qm netto, zuzüglich Mehrwertsteuer erhoben werden. Bei sogenannten übergroßen Grundstücken kommt nur eine Fläche von 3000 Quadratmeter in Ansatz. Der Untersteinacher Gemeinderat stimmte den Vorschlägen der Verwaltung einstimmig zu.


Bescheide in zwei Monaten

Die Verwaltung wird nun eine Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung für den Ortsteil Gumpersdorf erarbeiten und dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorlegen. Verwaltungs-Geschäftsstellenleiter Martin Betz kündigte an, dass die Bescheide zur erstmaligen Erstellung der Abwasserentsorgung Gumpersdorf in zwei Monaten rausgehen werden. Bürgermeister Volker Schmiechen (SPD) merkte zudem an, dass in der kommenden Ratssitzung am 22. August auch die Festlegung der Abwassergebühren (laufende Kosten) für Gumpersdorf vorgesehen ist.
Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war zudem die erste Änderung des Bebauungsplanes für das Gewerbegebiet "An Guttenberger Straße II". Dabei handelt es sich in der Hauptsache um den Wegfall der bisher in der Bauleitplanung beinhaltenden Stichstraße zur Rudolf-Diesel-Straße. Das Landratsamt Kulmbach, die Regierung von Oberfranken und das Wasserwirtschaftsamt Hof machten außerdem deutlich, dass das im Bereich des Bebauungsplanes liegende Regenrückhaltebecken 1 spätestens bis zum 31. Dezember 2022 zu errichten ist.