Auch die Gemeinde Neuenmarkt hat sich um die Errichtung einer Ladesäule für Elektrofahrzeuge beworben.
Wie Bürgermeister Siegfried Decker (NG) in der jüngsten Sitzung der Gemeinderats betonte, wolle man den flächendeckenden Ausbau von Ladestationen im Landkreis Kulmbach unterstützen: "Deshalb haben wir uns um eine umweltfreundliche Stromtankstelle beworben."


Besichtigung am 18. Februar

Für den Standort wird dem gemeindlichen Parkplatz gegenüber dem EDV-Unternehmen Muecom Priorität eingeräumt, zumal dort auch ein Stromanschluss in der Nähe ist. Eine Besichtigung wird am 18. Februar mit allen zuständigen Stellen erfolgen. Die Kosten der Ladestation belaufen sich für die Gemeinde auf 1200 Euro.
Für die SPD-Offene Liste begrüßte Karl Pöhlmann die Einrichtung, "auch in dem Wissen, dass es in unserer Gemeinde nur wenige E-Autos gibt".


"Verhandlung sorgfältig führen"

Pöhlmann bat darum, die Vertragsverhandlungen sorgfältig zu führen, zumal die Süddeutsche Zeitung in einer ihren jüngsten Ausgaben von Ungereimtheiten im Vertragswerk berichtet habe. Decker sicherte zu, dass der Vertrag nach einer Überprüfung durch den Juristen des Landratsamts auch dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt wird.

Klaus Zahner wünschte sich, dass die Bundesregierung die Anschaffung von E-Autos stärker fördert: "Wenn wir den flächendeckenden Ausbau forcieren wollen, dann muss auch die Infrastruktur vorhanden sein." Zahner hielt für die Freien Wähler den Standort am DDM-Parkplatz für geeigneter.

Stellvertretender Bürgermeister Alexander Wunderlich (CSU-WG) merkte an, dass auch seine Fraktion die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung unterstütze. Martin Kaiser (FW) sah die Errichtung einer E-Ladesäule hingegen kritisch: "Sie wird am Ende 10 000 Euro kosten, aber tanken wird keiner."