Mit Umfragen und Statistiken ist es so eine Sache. Wenn der Jäger einmal knapp links am Hasen vorbeischießt und einmal knapp rechts, dann hoppelt der Hase zwar weiter vergnügt herum, aber im statistischen Mittel ist er tot.

Was also sollen wir davon halten, wie sich die Leute bei unserer Facebook-Umfrage geäußert haben? Immerhin fast 1100 Meinungen - eine Zahl, die statistisch ein relevanter Wert ist: 580 für das Brauereigelände in der Lichtenfelser Straße, 518 für den Zentralparkplatz (Stand Dienstag, 21 Uhr). Aber man muss - wie immer im Leben - ein bisschen hinter die Zahlen schauen: Facebook ist das bevorzugte Medium der jungen Leute. Die wollen Party machen, Hauptsache Remmidemmi im Bierzelt und außenrum. Wo der Stadel steht? Völlig wurscht.


Der Magen dreht sich rum

Auf Facebook äußern sich Kulmbacher mittleren und fortgeschritteneren Alters eher nicht. Diese sind jedoch mit der Bierwoche in der Innenstadt sozialisiert, und denen dreht sich der Magen rum bei dem Gedanken, dass das Bierfest nicht auf den Zentralparkplatz zurückkehren könnte.

Die jetzige Diskussion ist grundlos herbeigeredet worden. Das Kulmbacher Bierfest gehört in die Altstadt. Nur dort gibt es das einmalige Flair, das sich grundlegend von der Zeltkerwa in Truppach oder Hausen unterscheidet. In Erlangen oder Forchheim käme auch keiner auf die Idee, die Bergkirchweih oder das Annafest auf einen Platz am Stadtrand zu verlagern.