Mit der Reibe wurden die geschnitzelten Früchte in Mus verwandelt, in kleine Säckchen gefüllt und mit vereinten Kräften per Hand ausgepresst. "Frischer geht's nicht", meinten die Kinder und genossen den echten Bio-Apfelsaft. Vorsitzende Christine Herold, die Initiatorin, hatte zudem ein Quiz ausgedacht, es gab einen Eierlauf mit dem schmackhaften Obst und das Spiel "Apfelmus". Viel Spaß und Unterhaltung einen ganzen Nachmittag lang bei herrlichem Sonnenschein.
 
Für die Wildtiere

Später konnten die Kinder in der Obstpresse den Ausführungen von Andreas Ettenauer zuhören, der den maschinellen Werdegang von der angelieferten Fracht bis zum fünf Liter fassenden Tetra-Pack erklärte. "Heute haben wir 2400 Kilogramm Äpfel gepresst, davon bleiben 800 Kilogramm als Trester übrig, den die Jäger für die Wildfütterung abholen. Und schließlich 1600 Liter Apfelsaft in über 300 Beuteln", erläuterte er.

Der Ehrenvorsitzende und Organisator in der Presse ist ein ausgewiesener Fachmann. Er beziffert die Ernte 2013 um die Hälfte niedriger als im Vorjahr. Ursachen seien die relativ späte Blüte im Frühjahr auf Grund der Kälte und Nässe gewesen. "Wegen der Witterungseinflüsse kam es zur schlechten Bestäubung durch die Honigbienen. Sie erfolgte hauptsächlich über Wildbienen und sonstige Insekten". 2012 habe man etwa 140 Tonnen Äpfel, Birnen und Quitten verarbeitet, "für dieses Jahr rechne ich vorsichtig geschätzt mit 50 Tonnen".

Einen Blick auf 2014 wagt er schon und zwar mit eine bisschen Optimismus. "Die Obstgehölze denken mit, sorgen auch selbst für ihre Nachkommenschaft", bemerkte der Kenner. Weil heuer weniger an den Bäumen hing, versuchen sie das im darauf folgenden Jahr wieder auszugleichen. Der beste Beweis: 2012 war für den Ertrag ein sehr gutes Jahr, 2011 ein schlechtes.