Neu kalkuliert werden müssen die Gebühren für den städtischen Friedhof in Stadtsteinach. Die Einrichtung muss kostendeckend betrieben werden - zwischenzeitlich sind jedoch "Defizite aufgetreten", auf die die Aufsichtsbehörden die Verwaltung bei der Prüfung des Anspruchs auf Stabilitätshilfen aufmerksam gemacht hatten.

In der letzten Kalkulation vor zehn Jahren waren keine Investitionen wie die Verbesserungen am Kapellenvorplatz, in der Aussegnungshalle und an den Wegen und auch nicht für die neuere Formen der Urnenbeisetzung vorgesehen. Mit einer neuen Kostenberechnung beauftragte der Stadtrat die Firma Kubus in München für etwa 6000 Euro.

Auf zwei Jahre verteilt

Die Zaubacher Feuerwehr bekommt ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug. Der Stadtrat fasste hierzu am Dienstagabend einen Grundsatzbeschluss. Über die konkrete Beschaffung und die Finanzierung soll allerdings erst der neue Stadtrat nach der Kommunalwahl im Frühjahr befinden.

Laut Bürgermeister Roland Wolfrum (SPD) dürfte die Finanzierung über zwei Haushalte machbar sein; die erste Hälfte 2020, die zweite mit der Beschaffung im Jahr darauf. Das Fahrzeug wird etwa 100 000 Euro kosten. Dazu gewährt die Bezirksregierung einen Zuschuss von 24 200 Euro.

Ausführlich hatten die Kommandanten Friedrich Hohenberger und Albert Korzendorfer sowie Vorsitzender Matthias Kummer den Antrag begründet. Die Zaubacher Aktiven waren auch in voller Mannschaftsstärke ins Rathaus gekommen.

Die Notwendigkeit eines neuen Autos ergibt sich aus Sicht der Feuerwehr durch die Zunahme der Zahl der Wohnhäuser und der landwirtschaftlichen Stallungen in Zaubach. Mittlerweile gebe es auch eine Tagespflegeeinrichtung, und man müsse auch auf mögliche Einsätze in der örtlichen Lackiererei, der Schreinerei und dem Omnibusunternehmen vorbereitet sein. Auch durch die Umgehungsstraße werde sich neuer Handlungsbedarf ergeben.

Feuerwehrauto ist 20 Jahre alt

Das aktuelle Fahrzeug sei 20 Jahre alt und entspreche nicht mehr den Anforderungen, erläuterten die Kommandanten. Eine Nachrüstung sei nicht möglich, da die Beladungsgrenze bereits erreicht sei. Außerdem sei die Zaubacher Feuerwehr zuletzt verstärkt gefordert gewesen, etwa beim Waldbrand bei Römersreuth und beim Brand des Fitnessstudios.

Auf eine Atemschutzausrüstung wird die Zaubacher Wehr allerdings verzichten. Die würde bei Bedarf die Stützpunktfeuerwehr in Stadtsteinach gewährleisten, was deren Kommandant Manuel Steinl dem Stadtrat auch bestätigte.

Weitere 137 000 Euro braucht nach Schätzung von Bauingenieur Hans Spindler die Stadt für die Instandsetzung des Dachs der Stadthalle. Dass dies dringend notwendig ist, davon hatte sich - wie berichtet - der Stadtrat am vergangenen Samstag vor Ort überzeugt.

Durch Feuchteschäden an der westlichen Dachhälfte ist bereits tragende Bausubstanz in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass in diesem Teil des Gebäudes das komplette Dach erneuert werden muss.

Teure Entlüftung

Harald Hempfling (CSU) fragte, ob man nicht auf die kleinen Dachgauben zur Entlüftung verzichten könnte. Möglicherweise sei eine einfachere und günstigere Lösung möglich.

Die Sanierung soll im Frühjahr vordringlich in Angriff genommen werden. Darüber war sich der Stadtrat ohne weitere Diskussion einig.

Für die Sanierung des Schulgebäudes sind nach europaweiter Ausschreibung inzwischen die Architektenleistungen an das Büro ABE Eichhorn aus Coburg vergeben worden. Ein weiteres Verfahren ist aufgrund des Umfangs der Arbeiten nun auch fürdie Bereiche Sanitär, Heizung und Lüftung sowie für Starkstrom und Fernmeldetechnik notwendig. Dazu beauftrage der Stadtrat wiederum den bisherigen Vergabekoordinator Gerhart Schäfer. Mit den bauphysikalischen Untersuchungen betraute das Gremium zudem die IBAS-Ingenieurgesellschaft in Bayreuth zum Angebotspreis von 17 550,72 Euro.

Zwei Bauvorhaben für jeweils ein Einfamilienhaus mit Garage in der Schillerstraße segnete der Stadtrat schließlich ohne weitere Diskussion ab.