Der Gemeinderat hat am Abend ein von Verwaltungsleiter Martin Betz ausgearbeitetes Schreiben an die Bürger abgesegnet. Die darin enthaltenen Informationen über die Möglichkeiten der künftigen Wasserversorgung in Untersteinach werden in dieser Woche an alle Haushalte verschickt.

Erläutert werden darin ausführlich die Kosten der beiden Lösungen, die nach der Vorprüfung durch den Gemeinderat noch verblieben sind: die Sanierung der eigenen Quelle mit Neubau eines Hochbehälters einschließlich flankierender Maßnahmen (Variante "Brunnen + FWO") oder der Vollanschluss an die Fernwasserversorgung Oberfranken (Variante "Vollanschluss FWO").

Bei einem Betrachtungszeitraum von 50 Jahren ergibt sich dabei ein Kostenvorteil von etwa einer halben Million Euro für den Vollanschluss an die FWO. Auch Berechnungsbeispiele für den einmalig zu zahlenden Verbesserungsbeitrag hat Martin Betz anhand verschiedener Grundstücks- und Geschossflächen beigefügt.

So würde der Besitzer eines durchschnittlichen Grundstücks mit 700 Quadratmetern und einer Geschossfläche von 300 Quadratmetern bei der Erhaltung des eigenen Brunnens mit 1786 Euro und beim Vollanschluss an die FWO mit 463 Euro zur Kasse gebeten. Die Betriebskosten sind im Fall der Fernwasserversorgung allerdings höher als bei der Eigenversorgung.

Bei der letztendlichen Entscheidung, welche Variante zum Tragen kommt, werden die Bürger eingebunden. So findet zunächst am Donnerstag, 12. Juli , um 19 Uhr die Bürgerversammlung in der Turnhalle statt, bei der weitergehende Fragen zum Thema beantwortet werden. Außerdem hat der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, bis zur nächsten Gemeinderatssitzung am 24. Juli die Fragestellung für ein Rats- beziehungsweise Bürgerbegehren auszuarbeiten.

Einen ausführlichen Bericht über die Gemeinderatssitzung lesen Sie im Lauf des Mittwochs auf inFranken.de.