Viel Schmutz werde von unbefestigten Straßen eingetragen, erklärte Kirchner und schlug vor, diese zu asphaltieren. Seitens des Steinbruchs seien die Absatzbecken gereinigt worden; sie sollen auch erweitert werden. Um Staubwolken zu verhindern, beabsichtigten die Hartsteinwerke zudem, die Ladung oberflächlich mit einer Art Dusche zu besprühen.

Adolf Hildner (CSU) schlug vor, die Straße zusätzlich mit Querrinnen zu versehen, so dass der Dreck schon im oberen Bereich des Steinbruchs abgeleitet werde. Doch solche Querrinnen halten den Schwerlastverkehr nicht aus, wie Oswin Kirchner in Erfahrung gebracht hat. Auch Wolfgang Heiß (CSU), selbst Fuhrunternehmer, hat nur negative Erfahrungen mit solchen Rinnen: "Das funktioniert einfach nicht."

Diskutiert wurde ferner die Problematik der nicht ausgebauten Verbindungsstraße entlang des Feuerwehrgerätehauses zwischen der Industriestraße und der Hainbergstraße. Nach Auskunft des Büros für Bauwesen würde ein Vollausbau der Straße auf einer Breite von acht Metern und einer Länge von 132 Metern mit ordnungsgemäßer Entwässerung und Randeinfassungen rund 195 000 Euro kosten. Allerdings liegt der Stadt auch ein Angebot der Firma STK für einen "vereinfachten" Ausbau vor. Dabei soll der Unterbau belassen und nur eine Asphaltschicht von rund zehn Zentimetern aufgebracht werden. Die Bankette sollen auf je 50 Zentimeter Breite befestigt werden. Das würde rund 29 000 Euro kosten, rechnete Bürgermeister Roland Wolfrum (SPD) vor. Allerdings sei ein solcher Ausbau für den Schwerlastverkehr eigentlich nicht geeignet.

Nun will sich die Stadt um Zuschüsse bemühen. "Es wäre natürlich ideal, wenn wir Fördermittel bekommen könnten und dann die 30 000 Euro zusätzlich investieren würden. Dann hätten wir eine richtige Straße", sagt Wolfrum und holte sich das Einverständnis der Räte für diese Vorgehensweise.

Ist ein neuer Rewe-Markt nötig?

Als es um die Erweiterung des Bebauungsplans Nummer 4 Nord-West und die Änderung des Flächennutzungsplans zur Verlagerung des Rewe-Marktes direkt auf das angrenzende Grundstück in der Kronacher Straße ging, löste die Vorstellung der Planungen bei den Ratsmitgliedern erneut eine Grundsatzdiskussion aus, ob es den neuen Markt überhaupt braucht.

Norbert Köhler vom Ingenieurbüro IVS legte zunächst die Pläne offen. Der Markt bekommt demnach eine eigene Linksabbiegespur. Zudem soll ein Fußweg von der Breslauer Straße zum neuen Rewe gebaut werden - mit Querungshilfe. Für den Neubau werde das Gelände höhenmäßig ausgeglichen, denn natürlich würden die Parkplätze eben sein. "Bei mehr als zwei Prozent Gefälle fangen die Einkaufswagen an, davonzurollen. Das wird es nicht geben."

Die Verkaufsfläche ist 1600 Quadratmeter groß, insgesamt sprach Köhler von rund 2200 Quadratmetern. Hinzu kämen 4000 Quadratmeter Parkfläche.

"Brauchen wir den Markt wirklich. Ist die erneute Versiegelung der Fläche nicht eigentlich gegen die Staatsziele?", hinterfragte Wolfgang Martin (SPD/OL) den Neubau.

Kritik an Landschaftsverbrauch

Auch Winfried Baumgärtner (FW) ist mit dem Projekt nicht einverstanden: "Das ist unnötiger Landschaftsverbrauch."

Franz Schrepfer (FW) wandte ein, dass die Versorgungssicherheit gefährdet sein könnte, wenn keine Genehmigung erfolge. "Wenn Rewe weg ist, haben wir erst recht das Problem mit Leerständen. Ich appelliere, zuzustimmen", sagte Bürgermeister Roland Wolfrum. "Wir haben doch schon entschieden, dass wir Rewe auch in Zukunft hier wollen", entgegnete Franz Thierauf (FW).

Schließlich befürworteten die Räte - bis auf Wolfgang Martin und Winfried Baumgärtner - die Erweiterung des Bebauungsplans und die Änderung des Flächennutzungsplans.