"Waafen", hat sie damals noch geschmunzelt und mit mir einen Crashkurs Fränkisch veranstaltet.
Jeden Tag gab es dann ein urfränkisches Wort, das ich als Vokabel von ihr zum Lernen bekommen habe. Freilich - das Wort habe ich mittlerweile in meinen Sprachgebrauch aufgenommen - ist das gar nicht so einfach: Die Lektionen umfassten Alltagsbegriffe wie "Fregger" (schwäbisch "Lausbua"), aber auch eher seltenere Wörter wie "Moggala" (schwäbisch: "Kälble").

Ich plane nicht, mir einen aufgesetzten Dialekt zuzulegen. Aber auch in schnelleren Gesprächen würde ich gerne folgen können. Deshalb das Training, das immerhin schon erste Erfolge zeigt: Harte und weiche "b"s und "p"s verwundern mich nicht mehr und in das rollende "r" habe ich mich sowieso vor Jahren schon verliebt.

Ein Jahr fränkisches Training, und was ist das Ergebnis? Es gefällt mir immer noch, doch trotz des Vokabellernens verstehe ich in alltäglichen Gesprächen nicht immer alles. Aber so ist das halt, wenn man im freiwilligen Exil lebt. Ond wenn i anfanga dät zu schwäbla, däts halt au koiner verschdanda. In diesem Sinne geh ich mal wieder Vokabeln lernen...