Eine Sonderstellung hat bei der Kommunalwahl 2014 der Mainleuser Rathauschef Dieter Adam (Freie Wähler). Er ist - seit 2004 im Amt - bis 2016 gewählt. "Dann darf ich aus Altersgründen als hauptamtlicher Bürgermeister nicht mehr antreten, dann bin ich 71", so Adam.

Eine Sonderstellung auch für den Kulmbacher Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU): Er wurde erst 2012 bestätigt und ist bis 2020 im Amt, damit man bei den nächsten Kommunalwahlen wieder im Rhythmus mit den Stadtratswahlen ist.

Definitiv aufhören wird Bürgermeister Günther Pfändner (CSU) aus Wonsees. "Ich war 18 Jahre zweiter und zwölf Jahre erster Bürgermeister - das langt", sagt er und hat mit Andreas Pöhner schon einen Wunschnachfolger präsentiert. Allerdings, so Pfändner, sei es nicht sicher, ob es bei einem Kandidaten bleibt, nachdem in Wonsees erstmals die Freien Wähler auf die politische Bühne treten.

Keine Aussage gibt es aus dem Wirsberger Rathaus. "Bei dieser Frage ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht die Dringlichkeit gegeben", erklärt Bürgermeister Hermann Anselstetter (SPD), mit fast 36 Jahren der dienst älteste Rathauschef im Kreis Kulmbach. Nach seinen Worten müssten erst im SPD-Ortsverein klare Entscheidungen getroffen werden. Er dürfe als ehrenamt licher Bürgermeister aber noch einmal kandidieren, so der 66-Jährige.

Bisher nicht entschieden hat sich Neudrossenfelds Bürgermeister Dieter Schaar (Freie Wähler/seit 2002): "Es ist noch nichts endgültig." Allerdings deutet er an, dass seine Überlegungen etwas mit seinem Alter zu tun haben: Schaar ist heuer im Februar 60 geworden.

Spannung in Neuenmarkt

Spannend wird es in Neuenmarkt, wo Bürgermeister Siegfried Decker (SPD/Offene Liste) seit 1990 "das schönste Amt, das die Gemeinde zu vergeben hat", ausübt. Er gibt zu erkennen, "dass ich schon Lust habe, noch mal zu kandidieren, aber ganz so brisant ist die Frage für mich noch nicht. Mein jetziger Vertrag läuft bis 30. April." Er fühle sich jedenfalls fit für die Aufgaben, die in Neuenmarkt anstehen. Offenbar spielt bei Deckers Planungen eine Rolle, dass er für die Kommunalwahl eine eigene Liste aufstellen muss. Denn möglicherweise kommt von der SPD/Offene Liste ein eigener Bürgermeisterkandidat. Die CSU hat mit Alexander Wunderlich ihren Bewerber bereits vorgestellt.

Eine längere Bedenkzeit hat der Kasendorfer Bürgermeister Bernd Steinhäuser (CSU/seit 2002) gebraucht. Er wäre am Ende einer dritten Amtszeit 60. Seine Entscheidung ist nun pro Kasendorf ausgefallen, und er signalisiert Bereitschaft, noch einmal zu kandidieren.

Wenn sie auch noch nicht offiziell nominiert sind, so steht bei anderen Bürgermeistern fest, dass sie wieder antreten wollen. Dietmar Hofmann, Thurnau (seit 2008), betont: "Das Amt macht nach wie vor viel Freude, vor allem, wenn ich gemeinsam mit den fleißigen und kreativen Bürgern etwas Positives umsetzen kann. Wenn mich meine SPD/Offene Liste wieder nominiert - wovon ich im Moment fest ausgehe - , werde ich sehr gerne ein zweites Mal kandidieren, weil ich noch sehr viel vorhabe mit unserem wunderschönen Thurnau und noch nicht alle Ideen verwirklichen konnte."

Klares Ja

Auch für Stephan Heckel, Ködnitz (CSU/seit 2002), Werner Diersch, Trebgast (SPD/seit 2008), Hans Tischhöfer, Marktschorgast (Freie Wähler/seit 2008), und Günther Hübner, Harsdorf (CSU/seit 2008), gilt, dass sie sich erneut um das Votum der Wähler bewerben.

Der Kreisvorsitzende des Bayerischen Gemeindetags, Bürgermeister Gerhard Schneider, Himmelkron (CSU/seit 2002), will wieder antreten, muss aber noch nominiert werden. "Wir befinden uns in Gesprächen", sagt er. Und, schaut's gut aus? "Ich gehe davon aus."

In Stadtsteinach muss Roland Wolfrum (seit 2008) von der SPD keine Sekunde überlegen, ob er noch einmal antritt. "Ich werde sehr gerne weiter Bürgermeister sein, wenn mich die Stadtsteinacher wählen. Es ist jedenfalls mein fester Wille, diesen Weg konsequent fortzuführen und Bürgermeister zu bleiben."

"Wenn es die Gesundheit zulässt und mich die Rugendorfer noch einmal wollen, dann werde ich 2014 gerne wieder kandidieren", betont Bürgermeister Martin Weiß (CSU/seit 2008). Der 61-Jährige gehört dem Gemeinderat schon seit 1984 an.

Auch der Pressecker Bürgermeister Siegfried Beyer (CSU/seit 2008) ist zu einer erneuten Kandidatur bereit. "Ich stehe zur Verfügung, wenn die CSU Presseck das möchte."

In Untersteinach geht 2014 eine Ära zu Ende. Nach sechsjähriger Tätigkeit als Stellvertreter und 24 Jahren als 1. Bürgermeister und VG-Vorsitzender zieht sich Heinz Burges zurück. "Ich habe dann 30 Jahre der Gemeinde gedient. Ich kandidiere nicht mehr", sagt der 72-jährige Sozialdemokrat. Was seine Nachfolge betrifft, geht Burges davon aus, dass sich Stellvertreter Volker Schmiechen um das Amt des Bürgermeisters bewerben wird.

Noch alles offen

Alle Optionen auf einen eigenen Kandidaten offen lässt sich noch die Wählergemeinschaft Untersteinach. Vorsitzendem Philipp Simon Goletz wäre eine erneute Kandidatur von Heinz Burges am liebsten. "Einen besseren Bürgermeister kann Untersteinach nicht haben." Auch bei der CSU ist noch alles offen. "Wir haben noch nicht darüber entschieden", sagt Vorstandsmitglied Rüdiger Hohlweg.

"Ich trete nicht mehr an und kandidiere auch nicht mehr für den Stadtrat. Ich gehe in Rente", kündigt der Kupferberger Bürgermeister Herbert Opel (CSU/62) an, der seit 2002 im Amt ist. Während sich seitens der CSU Kupferberg der stellvertretende Bürgermeister Hans-Joachim Hösch als Nachfolger schon in Position gebracht hat, hat sich die UKW laut Vorsitzendem Harald Michel noch nicht entschieden. Bei der SPD ist ein eigener Bürgermeisterkandidat "durchaus vorstellbar", wenn sich genügend Kandidaten für die Stadtratsliste finden, so Vorsitzende Silvia Turbanisch.

Brisanz in Marktleugast

Von besonderer Brisanz ist die Wahl 2014 in Marktleugast. Dort haben die Freien Wähler den amtierenden Bürgermeister Norbert Volk nicht mehr nominiert, sondern mit knapper Mehrheit Reiner Meisel den Vorzug gegeben. "Ich habe vor, wieder zu kandidieren", betont der Bürgermeister, möchte sich aber noch nicht weiter über Einzelheiten äußern. Denn Volk hat mehrere Möglichkeiten für eine Nominierung. Er wird auch nicht nur gegen einen Kandidaten antreten, sondern mindestens gegen zwei: Die CSU hat Franz Uome schon ins Rennen geschickt. Denkbar wären sogar vier Kandidaten, falls Lothar Huber (FDP) nochmals kommt.

In Ludwigschorgast steht Doris Leithner-Bisani (CSU) erneut zur Verfügung, die 2008 als Nachfolgerin von Fred Popp auf dem Chefsessel im Rathaus Platz genommen hatte.

Auch in Grafengehaig tritt der Amtsinhaber wieder an. Werner Burger (Freie Wähler/seit 2008) will seine Arbeit an der Spitze der Marktgemeinde fortsetzen.

Neue Suche

Der Guttenberger Bürgermeister Eugen Hain (CSU) hat sich schon vor Monaten entschieden, nicht mehr zu kandidieren. Hain, der seit 1996 auf dem Chefsessel im Rathaus sitzt, hat deshalb seinen Stellvertreter Ulrich Rogen als Nachfolger aufgebaut. Der 52-Jährige starb dann Mitte des Jahres völlig überraschend. Hain hofft nun, dass die CSU demnächst einen geeigneten Kandidaten präsentieren kann.