Eine Erhöhung der Elternbeiträge für die Kupferberger Kindertagesstätte ist aus finanziellen Gründen erforderlich, machte Bürgermeister Hans-Joachim Hösch (CSU) deutlich. Die Diskussion reichte von vier bis sechs Euro mehr im Monat. Es erging letztendlich der einstimmige Ratsbeschluss, es bei einer Erhöhung um vier Euro zu belassen.
"Wir müssen weiter an einer qualitativen Verbesserung der Betreuung arbeiten, um den Kupferberger Eltern noch mehr Anreiz zu bieten, ihre Kinder in der Hospitaleinrichtung anzumelden", sagte Stadtrat Werner Stapf (UKW). "Die Kosten gehen nach oben", stellte der VG-Geschäftsstellenleiter Martin Betz fest und fügte hinzu: Nur mehr betreute Kinder können letztendlich helfen, das Defizit zu verringern. Angemeldet sind für das neue Kindergartenjahr 2015/2016 aktuell 23 Mädchen und Jungen für den Kindergarten und neun für die Kinderkrippe.
Stadtoberhaupt Hösch brachte es mit den Worten auf den Punkt: "Wir müssen eine Erhöhung angehen, denn wir kommen nicht drum herum." Beibehalten bleiben die Geschwisterermäßigungen von 20 Prozent für das zweite und 50 Prozent für jedes weitere Kind. Die Mindestbuchzeit im Kindergartenbereich beträgt weiterhin vier bis fünf Stunden, im Krippenbereich drei bis vier Stunden.
Auch der Breitbandausbau war ein Thema. Einstimmig zeigte sich das Stadtratsgremium damit einverstanden, dass mit Unterstützung eines externen Beratungsbüros (Reuther NetConsulting aus Bad Staffelstein) versucht werden soll, für die Ortsteile, für die noch keine Zusage für einen eigenwirtschaftlichen Ausbau der Telekom vorliegt, Erschließungsgebiete festzulegen. Weitere Details sind noch vom Stadtrat nach den Vorschlägen des Büros zu beschließen. Die Stadt Kupferberg würde für Maßnahmen im Außenbereich für zuwendungsfähige Kosten von 620 000 Euro einen Zuschuss von 90 Prozent erhalten.
Einverstanden zeigte sich der Kupferberger Rat mit einer erneuten Beteiligung an der Bündelausschreibung des Bayerischen Gemeindetages über die Stromlieferung für die Jahre 2017 bis 2019, die wiederum von der Kubus-Kommunalberatung durchgeführt wird. "Der Kostenanteil der Stadt Kupferberg in Höhe von 325 Euro macht sich durch die Einsparungen mehrfach bezahlt", sagte der VG-Kämmerer Harald Kleiber.

Das hat der Stadtrat noch beschlossen

Feuerwehr
Einmütig bestätigt hat das Ratsgremium die beiden wiedergewählten Kommandanten der Feuerwehr Kupferberg Michael Hain und Markus Teichert.

Verkaufsstand Die Gärtnerei Zöcklein aus Oberaurach im Landkreis Bamberg wird zukünftig einmal wöchentlich einen Verkaufsstand für Blumen, Obst und Gemüse in Kupferberg aufstellen. Dafür legte der Stadtrat eine Tagesmiete von zehn Euro fest. Der genaue Standort wird noch festgelegt.

Keine Werbetafeln Einstimmig abgelehnt hat der Kupferberger Rat den Bauantrag der Plotzki-Außenwerbung aus Dorsten auf Errichtung von zwei freistehenden Werbetafeln auf dem Grundstück Kulmbacher Straße 41. Befürchtet wird eine Beeinträchtigung des Ortsbildes.

Bauantrag Befürwortet wurde der Bauantrag von Gerhard Hahn, Dörnhof 1, auf Neubau einer landwirtschaftlichen Lager- und Maschinenhalle mit den Ausmaßen von 24 mal 14 Metern sowie eines Gärrestebehälters mit einem Durchmesser von 24 Meter.

Kirchturmuhr Für die Kirchturmuhr des St.-Vitus-Gotteshauses ist ein neues Elektronikteil erforderlich, das laut Angebot der Bayreuther Turmuhren 1779 Euro kosten wird.

Unstimmigkeiten Auf Anfrage des SPD-Fraktionssprechers Volker Matysiak sagte VG-Geschäftsstellenleiter Martin Betz, dass die Unstimmigkeiten wegen des dringend erforderlichen Austausches der Abflussleitung vom Regenüberlaufbecken am Ludwigschorgaster Bauhof zur Pumpstation ausgeräumt sind und der Gemeinderat Ludwigschorgast seine Forderungen fallen gelassen hat.

Reservierung Bürgermeister Hösch gab bekannt, dass Gaby und Tobias Bunzel für den Bau eines Bungalows ein Grundstück Am Sonnenhang reserviert haben.