Jedes Mal, wenn ich im Kaufland im Fritz einkaufe - und das tue ich oft, und zwar zu allen möglichen Tageszeiten - warten an allen Kassen schon jede Menge Kunden. Die Kassiererinnen haben gut zu tun, der Laden scheint zu laufen, denke ich mir und frage mich nicht zum ersten Mal, warum das Kaufland trotzdem schließen will Mitte nächsten Jahres.
Es ist ein Trauerspiel, dass es dann keinen einzigen Lebensmittelmarkt mehr geben wird in der Kulmbacher Innenstadt, den Senioren, die künftigen Studenten und alle anderen, die kein Auto haben oder zum Einkaufen benutzen wollen, fußläufig gut erreichen können.
Dabei ist die Lage am ZOB doch ideal - für alle, die mit dem Bus in die Stadt kommen, für alle Schüler, die sich mittags schnell Süßigkeiten oder ein Getränk kaufen wollen (vielleicht sollten die Kaufland-Chefs mal zur Mittagszeit dort vorbeischauen) und selbst für Autofahrer, die den Einkaufswagen bequem direkt bis zum Auto schieben können.
Die Miete sei zu hoch, wird hinter vorgehaltener Hand gemunkelt. Sollte das wirklich der Fall sein, muss man sich allerdings schon fragen angesichts der Leerstände im Fritz (und das sind einige), ob für den Eigentümer nicht eine niedrigere Miete besser wäre als gar keine Kohle.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich die leeren Läden im Fritz (und in der Fußgängerzone) bald wieder mit Leben füllen - am besten auch mit einem Lebensmittelmarkt - und die Stadträte den Mut haben, möglichen, künftigen Bauanfragen für den Außenstadtbereich (zum Beispiel von Kaufland oder anderen Supermarkt-Ketten) eine klare Absage zu erteilen.