Seinen schweren Verletzungen erlag am Montagmorgen ein 46-jähriger Autofahrer nach einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 303 zwischen Wirsberg und Himmelkron.

Der 46-jährige aus dem Landkreis Kulmbach stammende Mann war gegen 7.10 Uhr in Richtung Himmelkron unterwegs, als er in einer leichten Rechtskurve mit seinem BMW ins Schleudern geriet.

Der Wagen prallte mit der Seite gegen einen entgegenkommenden Sattelzug und kam anschließend im Bankett zum Stehen. Der BMW-Fahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Der aus der Tschechischen Republik stammende Lastwagen-Fahrer kam mit dem Schrecken davon.

Ein Bayreuther Staatsanwalt machte sich vor Ort ein Bild vom Unfallgeschehen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bayreuth unterstützt ein Sachverständiger die Beamten der Stadtsteinacher Polizei bei der Aufklärung des Unfallhergangs.

Die Bundesstraße war für die Dauer der Unfallaufnahme komplett gesperrt, eine örtliche Umleitung durch die Feuerwehr eingerichtet. Bayernweit wurde im Verkehrsfunk der Radiosender auf den Unfall hingewiesen und darum gebeten, die Unglücksstelle weiträumig zu umfahren.


Sechs Wehren alarmiert

Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro. Warum der Mann ins Schleudern geriet, muss noch ermittelt werden.

An der Unfallstelle waren die Feuerwehren von Himmelkron, Lanzendorf, Gössenreuth, Gefrees, Bad Berneck und Wirsberg im Einsatz beziehungsweise in Bereitschaft. Himmelkron war als erste Wehr am Unfallort. Zunächst hatte die Leitstelle gemeldet, der Unfall sei zwischen Himmelkron und Bad Berneck passiert. Die Meldung wurde aber schnell korrigiert.

Es dauerte keine fünf Minuten, dann hatten die Einsatzkräfte die Unfallstelle zwischen der Erddeponie der Marktgemeinde Wirsberg und den beiden Einfahrten zum Himmelkroner Staatsforst erreicht. Gruppenführer Stefan Fiolka nahm die Erkundung vor Ort vor.

Bis zum Eintreffen eines Vertreters der Staatanwaltschaft Bayreuth und eines Sachverständigen der Dekra nahmen die Feuerwehren von Himmelkron und Lanzendorf die Sperrung der B 303 zwischen Wirsberg und Himmelkron vor. Der Verkehr wurde über Neuenmarkt und Schlömen nach Himmelkron großräumig umgeleitet, wobei der Schwerlastverkehr bei der Spitzkehre nach Trebgast seine Probleme hatte.


Bergung dauerte 20 Minuten

Nach gut einer Stunde erfolgte die Freigabe des Leichnams durch die Staatsanwaltschaft. Gruppenführer Stefan Fiolka: "Um den Toten zu bergen, mussten wir mit den Kameraden von der Feuerwehr Lanzendorf den Rettungsspreitzer, die Rettungsschere und den Rettungszylinder einsetzen. Dazu wurde auch das Dach des Autos abgenommen. Es dauerte gut 20 Minuten, bis wir die Bergung aus dem total demolierten Auto abgeschlossen hatten und den Leichnam an die Rettungskräfte und später an den Bestatter übergeben konnten."

Für den 34-jährigen Gruppenführer zählte der Einsatz mit zu den Schwersten in seiner Laufbahn. Er zeigte sich heilfroh, dass er überwiegend erfahrene Wehrmänner im Einsatz hatte. Dennoch werde man sich in aller Ruhe zusammensetzen, um das Ereignis gemeinsam aufzuarbeiten, gegebenenfalls auch mit dem vor Ort anwesenden Notfallseelsorger Pfarrer Michael Schaefer aus Mainleus.

Bei den Bergungsarbeiten hatte sich ein Feuerwehrmann schwer verletzt. Er rutschte an dem steilen Böschungshang aus und wurde mit Verdacht auf Fußbruch in das Klinikum nach Kulmbach gebracht.

Der Silozug wurde bei dem Zusammenstoß so stark beschädigt, dass eine Weiterfahrt ausgeschlossen war. Die aufwendige Bergung wurde mit einem Autokran der Firma Alfred Klug aus Bayreuth/Bindlach durchgeführt.