Insbesondere am Weißen Main bleibt die Situation kritisch.So waren beispielsweise schon am Freitag die Bewohner von Lanzendorf, einem Ortsteil der Gemeinde Himmelkron im Landkreis Kulmbach, in höchster Alarmbereitschaft: Der Main, der mitten durch den Ort fließt, war über die Ufer getreten und hatte Straßen überschwemmt. Für heute ist ein weiterer Anstieg des Pegels vorhergesagt. Vereinzelt war schon von einem "Jahrhundert-Hochwasser" die Rede.

Im gesamten Landkreis-Gebiet ist mit überfluteten Straßen zu rechnen. Dicht ist die KU 16 im Bereich von Unterlettenrangen/Langenstadt und von Neuenreuth am Main. Land unter heißt es auch im Bereich der Gemeinde Ködn itz. Dort steht der Sportplatz nach wie vor unter Wasser; die Straße in Richtung Trebgast ist allerdings passierbar. Gesperrt hingegen bleibt die Zufahrt in den Ortsteil Ebersbach.

In Kulmbach war die Theodor-Heuss-Allee zwischen der Nordumgehung und Burghaig zeitweise nicht befahrbar. Dort ist das Hochwasser wieder leicht zurückgegangen und die Durchfahrt ist ohne Behinderungen möglich.
Aktuell meldet derHochwassernachrichtendienst Bayern weiterhin Hochwasser, das zu Straßensperrung und zur Überflutung bewohnter Gebiete führen kann: Sowohl für den Pegel Ködnitz als auch für den Pegel Mainleus gelten Meldestufe 3 (von insgesamt 4).

DerDeutsche Wetterdienst warnt für die Region Kulmbach weiterhin vor Dauerregen.

So wird Hochwasser klassifiziert

Beim Hochwassernachrichtendienst Bayern gibt es insgesamt vier Meldestufen:

Meldestufe 1: Stellenweise kleinere Ausuferungen

Meldestufe 2:
Land- und forstwirt-schaftliche Flächen überflutet oder leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen.

Meldestufe 3: Einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet oder Sperrung überörtl. Verkehrsverbindungen oder vereinzelter Einsatz der Wasser- oder Dammwehr erforderlich.

Meldestufe 4: Bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet oder Einsatz der Wasser- oder Dammwehr in großem Umfang erforderlich.