Außen stehen groß die Hinweise "Wegen Umbau und Renovierung vorübergehend geschlossen". Innen ist Großbaustelle in der "Schlossbräu am See". Praktisch alles wird erneuert: Wandverkleidungen, Böden, Toiletten, Bestuhlung, Küche. Dort, wo noch vor einem halben Jahr eine Kommunbräu geplant war, zieht jetzt ein Grieche ein - mit einem ganz besonderen Konzept. Pächter Wassili Pentas will eine "bunte Speisekarte anbieten: Fränkisch, griechisch und Pizza".

Bis das soweit ist, wird es jedoch noch etwas dauern. Mitte Mai ist die Eröffnung geplant. Bis dahin haben die Handwerker - allesamt von Firmen aus der Umgebung - noch alle Hände voll zu tun. Insgesamt haben sich die Arbeiten dann über drei Monate erstreckt.

Die sicherlich größte Veränderung für die Besucher ist die Erweiterung des Sitzplatzangebotes, das auf 83 praktisch verdoppelt wird. Damit ist es jetzt möglich, auch einen Bus voller Reisenden im Herzen des Ortes zu bewirten, was bislang nicht ging.


Küche wird verlegt

Dazu war neben der Entfernung einer nicht tragenden Wand ein weiterer Eingriff in das Innenleben des Gebäudes nötig: die Verlegung der Küche in das ehemalige alte Brauhaus am Ende des Baus. Die Küche befand sich bislang zwischen Gaststube und Nebenraum, was für die Bedienungen lange Wege bedeutete.

Hochmodern soll die Küche werden, die mit Gas und elektrisch betrieben wird. "Da bleiben keine Wünsche offen, und es kann der Kochkunst freien Lauf gelassen werden", sagt Wassili Pentas, der froh ist, dass der Besitzer des Gebäudes, Horst Rehe, bereit ist, viel Geld in die Hand zu nehmen und das Haus am See umzubauen und zu renovieren.

Pentas hat bereits Erfahrung in der Gastronomie gesammelt und ist von der "Schönen Aussicht" in Zultenberg vielen ein Begriff. Nachdem dort der Pachtvertrag ausgelaufen sei, habe er das Angebot in Thurnau bekommen. In der Küche steht übrigens ein Familienmitglied: Bruder Timmy ist Koch in der "Schlossbräu am See".
Weiter ist geplant, den Biergarten zu revitalisieren. Die Terrasse direkt am See bleibt ebenso erhalten wie die denkmalgeschützte Fassade.

Der letzte Pächter vor Wassili Pentas war Bernhard Wagner. Er hatte die Schlossbräu mit fränkischen Spezialitäten betrieben. In den Räumen wollte sich auch eine Kommunbräu ansiedeln. Doch nachdem Wagner die Gaststätte schließen musste, gaben auch die Initiatoren der Schlossbräu auf. Ein griechisches Lokal passe nicht zum Konzept, hieß es damals.