Als Tennis als Krankheitsursache nicht mehr so interessant war (auch das ist schon wieder einige Jahre her), kam die "Maus-Hand" ins Gespräch. Wer davon befallen wurde, machte zwar deutlich, dass er sich hingebungsvoll mit der technischen Neuheit Computer befasste. Aber er war ein armes Schwein. Weil er nämlich offensichtlich viel zu lange davor saß - und die Folgen sauweh taten.

Auch Maus-Hände hat man nicht mehr so oft. Vielleicht haben sich die Mäuse geändert.Vielleicht auch die Menschen.
Eine neue Volkskrankheit lässt derzeit noch auf sich warten. Aber ich wage eine Prognose!
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie viele Menschen mittlerweile einhändig ihr Leben meistern müssen? Weil sie mit der zweiten Hand nämlich krampfhaft ein Handy umklammern - immer, bei jedem Schritt außer Haus: Beim Einkaufen, in der Kneipe, beim Joggen. Manchmal sind in die gekrümmte Hand noch Geldbeutel oder Zigarettenschachtel geklemmt.
Das kann doch nicht gesund sein! Ich wette, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der erste Patient beim Arzt auftaucht, die zur Kralle deformierte Hand, die sich auch ohne Handy nicht mehr öffnen lässt, wehleidig von sich gestreckt. "Herr Doktor, da tut's so weh." Die Diagnose wird ebenso eindeutig wie niederschmetternd sein: Handy-Kralle! Katrin Geyer