Es ist ein großes Bauprojekt, über das eifrig diskutiert wurde in der Sitzung des Gemeinderats. Es ging um um den Ausbau der Staatsstraße 2190 von Heubsch bis Krumme Fohre und der Staatsstraße 2689 von Krumme Fohre in Richtung Döllnitz. Es ist eine Maßnahme, die über vier Millionen Euro verschlingen wird. Den Großteil der Kosten trägt der Freistaat.

Das ist geplant

Um die Trassenführungen frühzeitig mit der Kommune abzustimmen, hat Berthold Hübner vom Staatlichen Bauamt nun den ersten Planentwurf vorgestellt. Grund für den Ausbau sind laut Hübner Defizite in der derzeitigen Streckenführung. So würden zu geringe Fahrbahnbreiten, unstetige Linienführung, zu schmale Bankette und unübersichtliche Zufahrten und Einmündungen den Verkehrsfluss erschweren und die Unfallgefahren erhöhen.
Erhebliche Erdarbeiten werden im Abschnitt Heubsch/Krumme Fohre zu bewältigen sein. Hier werden die Fahrbahnbreite auf 7,50 Meter ausgelegt, die Biegungen und Steigungen entschärft. Der Radweg führt per Brückenwerk unter der Sttraße hindurch. Auf der Kuppe, die um zwei Meter tiefer liegen wird, kommt eine Linksabbiegerspur Richtung Peesten.

"S-Kurven bleiben"

"Die S-Kurven danach bleiben", sagte Hübner. Nach Krumme Fohre muss die Fahrbahn angehoben werden, "weil auch ein Stück Ausbau der Straße nach Kulmbach mit einbezogen wird und nach dem ehemaligen Wirtshaus eine neue Abbiegung nach Döllnitz vorgesehen ist". Die bisherige Abzweigung habe dann ausgedient. "Wir wollen den Ausbau nach Döllnitz flächenmäßig so weit durchführen, bis wir an die geplante Ortsumgehung des Dorfes anschließen können. Das macht Sinn", betonte der Fachmann.

Die Einwände des Gremiums

Bei fast jeder Erläuterung hatten die Räte etwas einzuwenden. Sie sorgen sich darum, dass durch die Änderungen manche Ein- und Ausfahrten nicht mehr richtig genutzt werden können. Sie befürchten auch, dass durch den neuen Fußweg hinter Krumme Fohre in Richtung Kulmbach die Gemeindekasse zu sehr belastet wird. Hübner dazu: "Sie können ja in Ihrer Stellungnahme alle Bedenken vorbringen, dann wird darüber entschieden."
Bürgermeister Bernd Steinhäuser (CSU/Offene Liste) schlug vor, über die Probleme in der nächsten Sitzung zu beraten und dann eine endgültige Meinung zur Bauplanung abzugeben. Die Bürger hätten ohnehin die Gelegenheit, Einwände im Anhörungsverfahren einzubringen, bevor es zum Planfeststellungsverfahren kommt. Die Räte stimmten dem Vorschlag zu.

Falsch herum?

"Ich frage mich schon, warum wir nicht erst die dringendere Ortsumgehung von Döllnitz machen und dann den Ausbau", sagte Steinhäuser. Hübners Antwort darauf: "Der Freistaat Bayern hat hier eine neue Philosophie in der Wertigkeit. Er steckt 60 Prozent des vorhandenen Geldes in Straßenverbesserungen und den Rest in Umgehungen. Daher diese Abfolge."