Kreisobmann Wilfried Löwinger zog dabei eine gemischte Bilanz. "Wir gehen im Landkreis Kulmbach von einer knappen Durchschnittsernte aus", sagte er. Trotz der Wetterkapriolen sei die Qualität in Ordnung, pünktlich zu Erntebeginn seien allerdings die Preise wieder einmal in den Keller gerutscht.

Ähnlich wie im Raum Kulmbach sei die Situation im gesamten Regierungsbezirk, so der oberfränkische BBV-Präsident Hermann Greif. "Insgesamt war die Ernte in Oberfranken heuer leicht über dem Durchschnitt", sagte Greif. Dabei seien einzelne Früchte von den Wetterkapriolen sehr gebeutelt worden, etwa der Hopfen, die Kartoffeln und vor allem der Mais. Überdurchschnittlich gut sei dagegen der Weizen mit dem Wetter zurecht gekommen.


Betriebsmittelpreise stark gestiegen

Stark angestiegen sind nach den Worten des Präsidenten die Betriebsmittelpreise, wobei Greif nicht nur vom Dünger und vom Saatgut sprach, sondern auch vom Diesel und den Versicherungen. Um diese Kosten aufzufangen und die Preisschwankungen auszugleichen, empfahl Greif seinen Berufskollegen, künftig immer einen Teil der Ernte unter Vertrag nehmen zu lassen. Sollte der Preis unerwartet nach oben schnellen, gehe der Landwirt zwar ein Risiko ein, das sollte aber jedem die Sicherheit durch einen Vertrag wert sein. Von der Politik forderte der BBV-Bezirkspräsident steuerbefreite Risikorücklagen für Landwirte. Das bedeutet, dass von der steuerlichen Bewertung her auch mal ein schlechtes durch ein gutes Jahr ausgeglichen werden kann.

Zwei Ehrenzeichen in Bronze hatte die Landjugend diesmal zu vergeben, beide gingen an die Landjugend Brücklein, und zwar an Stefan Weigel und an Roland Müller. Weigel gehört der Landjugend Brücklein seit 1988 an und war dort über viele Jahre hinweg "Herr der Finanzen". Müller ist seit 1989 dabei und stand fünf Jahre lang als Vorsitzender an der Spitze.

Sieger im Volkstanzwettbewerb der Landjugend wurde die Tanzgruppe aus Fechheim vor Görschnitz. Auf dem dritten Platz landete die Volkstanzgruppe der Landjugend Zedtwitz.