Es war eine beeindruckende Sportlergala, die die Stadt Kulmbach am Freitagabend zu Ehren ihrer erfolgreichen Athleten in der Dr. Stammberger-Halle durchführte - mit Kunstturnerin Elisabeth Seitz als Stargast. Die mehrfache deutsche Meisterin im Mehrkampf war erst am Morgen von der WM in Montreal nach Deutschland zurückgekehrt, bei der sie am Stufenbarren auf Platz 5 gelandet war. Sie hatte allen Grund zum Strahlen. "Das war ein Hammer-Finale", berichtete die Stuttgarterin, die nur um drei Zehntelpunkte eine Medaille verpasst hatte.


50 Jahre Städtepartnerschaft

Die Turnvorführung der 23-Jährigen krönte einen Abend, an dem auch die Jubiläumsurkunde "50 Jahre Städtefreundschaft Kulmbach/Lüneburg" unterzeichnet wurde und der von der Stadtkapelle Kulmbach, dem Stadtorchester Lüneburg sowie von Karsten Friedrich und einem Trommelfeuer der Percussionsgruppe der Musikschule musikalisch umrahmt wurde. Eine Abordnung aus Lüneburg war mit OB Ulrich Mädge an der Spitze angereist.


Bronze, Silber, Gold

Im Mittelpunkt standen natürlich die erfolgreichen Sportler, die Auszeichnungen in Bronze, Silber und Gold erhielten. "Wir wollen mit der Gala eine Plattform für unsere große Sportlerfamilie Kulmbachs bieten und sie zusammenführen", sagte OB Henry Schramm (CSU). "Ob Einzelkämpfer oder Teamplayer - sie alle haben sich im Training und Wettkampf durchgebissen und sich mit hervorragenden Leistungen ihren Erfolg verdient", lobte Schramm die Athleten.


Die "Spartaner"

Vorgestellt wurden Trendsportarten wie "Spartan Race" Zu Gast war Marcel Bär, der in Gärtenroth zuhause ist und in Kulmbach mit sportbegeisterten Männern und Frauen die "Tough Monks" gegründet hat. Ein "Spartan Race" ist ein sportliches Abenteuer, bei dem verschiedene Aufgaben wie Reifenrollen oder Kettentragen zu bewältigen sind. Wie Marcel Bär mitteilte, nahmen die "Tough Monks" an Wettbewerben in ganz Europa teil. Er selbst hat ein großes Ziel, will bei der Europameisterschaft, die im nächsten Jahr in Dänemark stattfindet, in seiner Altersklasse auf das Potest kommen.
Landtagsvizepräsidentin Inge Aures (SPD) gratulierte den Sportlern und sagte zur Städtefreundschaft: "Die Franken und die Niedersachsen sind von der Mentalität ähnlich, denn wir sind ein wenig introvertiert. Und das sind die Norddeutschen auch, denn bis die lachen, das dauert schon etwas länger." Dass sich im Rahmen der Städtepartnerschaft auch viele Vereine Freundschaften entwickelt haben, stellte Landrat Klaus Peter Söllner (FW) heraus, der allen erfolgreichen ausgezeichneten Sportlern gratulierte.