Der VfR Katschenreuth entfernt sich immer weiter von der Abstiegszone in der Bezirksliga Ost: Im Heimspiel gegen Spitzenreiter TSV Mistelbach gelang am Dienstagabend trotz 25-minütiger Unterzahl ein 1:0-Sieg.

Der ATS Kulmbach (5.) tritt am Mittwoch (18 Uhr) zur Nachholpartie beim FC Eintracht Münchberg (12.) an und will nach der zuletzt erlittenen Heimniederlage zurück in die Erfolgsspur.


Bezirksliga Oberfranken Ost

VfR Katschenreuth - TSV Mistelbach 1:0

Der VfR begann nervös und ließ sich in den ersten Minuten in die Defensive drängen. Aber auch die Gäste spielten überhastet, der entscheidende Pass kam nicht an. Als Wettermann kurz vor dem Tor schießen wollte, zögerte er etwas zu lange, so dass Gäste-Torwart Freiberger klären konnte.

Die in der ersten Halbzeit dynamischeren Mistelbacher vergaben durch Ganster ihre erste gute Chance. Im Gegenzug nahm Amon eine Weggel-Flanke volley, erneut parierte Freiberger glänzend. Doch auch VfR-Keeper Neidhardt musste gegen einen Heißenstein-Kopfball aus fünf Metern sein ganzes Können aufbieten. Bei Heißensteins Distanzschuss kurz vor der Halbzeit wäre er wohl chancenlos gewesen, doch der Ball strich um Zentimeter am Katschenreuter Tor vorbei.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Hausherren mehr Präsenz und setzten die Gäste öfter unter Druck. Beim Tor des Tages wuchtete der aufgerückte Abwehrspieler Kirsch den Ball aus elf Metern in die Maschen. Vorausgegangen war eine schöne Kombination nach einem Freistoß.

Dann schwächte sich die Heimelf selbst: Kurz vor seiner geplanten Auswechslung sah Weggel wegen Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Der VfR stemmte sich in der Folge in Unterzahl mit aller Macht gegen den Ausgleichstreffer - und kam sogar noch zu Chancen. In der 80. Minute spitzelte Amon den Ball vor dem Tor am Keeper vorbei, kam aber nicht mehr zum Abschluss. Nun folgten wütende Angriff der Gäste, die immer wieder von den zweikampfstarken Katschenreuthern unterbunden wurden. In einigen Situationen agierte der Spitzenreiter aber auch zu umständlich.

Zudem hatte Mistelbach Glück, dass Ansari in der Schlussphase bei einer Notbremse gegen den durchgebrochenen Leppert nur die Gelbe Karte sah. Doch am verdienten Sieg der Heimelf änderte diese Entscheidung nichts mehr.

VfR Katschenreuth: Neidhart - Knoll (62. Leppert), Kirsch, Stübinger, Kolb, Michel, Dippold, Schubert, Wetterman (46. Knopf), Amon (88. Angermann), Weggel.

Schiedsrichter: Boerner (Neustadt-Wildenheid). - Zuschauer: 190. - Gelb-Rote Karte: Weggel (65./VfR). - Tor: 1:0 Kirsch (56.). ua

FC Eintracht Münchberg - ATS Kulmbach

Wollen die Kulmbacher den Abstand zu den Aufstiegsrängen nicht anwachsen lassen, ist ein Auswärtssieg Pflicht. Die 0:2-Niederlage am Samstag gegen die SpVgg Oberkotzau war trotz 70-minütiger Unterzahl - Semih Sener hatte die Rote Karte gesehen und ist nun gesperrt - für ATS-Trainer Florian Ascherl vermeidbar: "Die Rote Karte war mit Sicherheit ein Knackpunkt. Man kann sie, muss sie aber nicht geben. Wenig später kam ein Elfmeter dazu. Wir haben in Unterzahl sogar das Spiel dominiert. Oberkotzau hat wenig am Spiel teilgenommen, aber wir waren in unseren Aktionen nicht zwingend genug."

Die Münchberger stehen derzeit auf dem ersten Abstiegsrelegationsplatz und sind auf Punkte angewiesen. Doch auch der ATS braucht die Zähler im Aufstiegsrennen. Doch davon will Ascherl nichts hören: "Wir müssen schnellstmöglich die 40-Punkte-Marke knacken, denn ich richte meinen Blick weniger nach vorne, sondern eher nach hinten." In der engen Tabelle trennen die Kulmbacher sechs Punkte von der Aufstiegsrelegation und sieben von der Abstiegsrelegation.

Ascherl lobt das Potenzial der vier vor dem ATS platzierten Teams. Die größten Aufstiegschancen haben für ihn der BSC Bayreuth-Saas (2.) und Vorwärts Röslau (4.) - und dann blickt der Coach auf das Spiel in Münchberg: "Wir müssen erst einmal gut organisiert sein und gut verteidigen, denn ein Tor können wir immer machen."

ATS Kulmbach:
Pohl, Nacak, Aiblinger, Sesselmann, Tonka, Horn, Bär, Buchta , Schatz, Werther, Gärtner, Gashi, Topal, Konradi, Adam. rei