Im Kulmbacher Taekwondo-Zentrum fanden unter der Leitung des Kulmbacher Schulleiters und Großmeisters Ralph-Jörg Aman (6.Dan) 26 Gürtelprüfungen statt.

In der koreanischen Kampfkunst werden die Disziplinen Formenlauf (Schattenkampf gegen imaginäre Gegner), Technik, Kampf und Bruchtest geprüft. Beim Bruchtest müssen eine oder mehrere Fichtenholzplatten mit speziellen Kick- oder Handtechniken zerbrochen werden. Das Zerschlagen der Bretter wird im Training nicht geübt, bereits in der ersten Prüfung verlangt. Es dient der kompromisslosen Überprüfung erlernter Techniken. Die zum Bruchtest geforderten Kombinationen werden vom Prüfer erst unmittelbar bei der Prüfung bekannt gegeben. Größe und Dicke der Bretter richten sich vor allem nach Körpergewicht und Alter des Sportlers. Gelingt es dem Prüfling nicht, das oder die Bretter mit der geforderten Technik zu zerschlagen, muss die Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden.

Aman hatte sich überraschende und teilweise sehr anspruchsvolle Bruchtests für die Schüler einfallen lassen. Besonders beachtenswert waren die Prüfungen zum 1. Kup (Rotgurt, letzte Stufe vor dem Schwarzgurt). Hier mussten neben Freikampf- und Messerkampftechniken verschiedene Spezialbruchtests im Sprung mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad gezeigt werden. Oliver Hugel und Christian Hanf waren hier erfolgreich. Für die besten Prüfungen wurden Sibylle Hanf, Christian Schmitt, Jasmin Schuberth und Paul Gette gesondert ausgezeichnet. rja