Zum Duell der Tabellennachbarn empfängt der SSV Kasendorf (8.) am Samstag (16 Uhr) den TSV Kirchenlaibach (9.). Der Sieger dieser Partie kann den Blick auf die oberen Tabellenplätze der Bezirksliga Oberfranken Ost richten.

Ganz oben thronen aktuell die Kickers Selb. Ob dem ATS Kulmbach (11.) am Samstag (15 Uhr) beim Spitzenreiter eine Überraschung gelingt?

Eine vermeintlich leichte Aufgabe wartet am Sonntag (15 Uhr) auf den VfR Katschenreuth. Der Tabellensiebte gastiert bei Schlusslicht SG Regnitzlosau. SSV Kasendorf - TSV Kirchenlaibach Der SSV durchlebt aktuell ein Wechselbad der Gefühle. Nach guten Leistungen setzt es meist gleich wieder eine ernüchternde Niederlage. "Wir spielen weder konstant schlecht noch konstant gut", sagt Trainer Christoph Wächter. Zuletzt hatte sein Team beim 1:3 in Münchberg kein Rezept gegen den tiefstehenden FC Eintracht gefunden. Zwar hatte Kasendorf das Spiel zunächst unter Kontrolle, vergab dann aber eine Riesenmöglichkeit und musste im Gegenzug das 0:1 hinnehmen. "Von diesem Zeitpunkt an war es für uns schwierig, weil Münchberg gut verteidigt hat und uns die Durchschlagskraft fehlte", sagt Wächter. Allerdings habe sein Team nach dem 1:2-Anschlusstreffer auch zu wenig riskiert und nicht mit aller Macht auf den Ausgleich gedrängt.

"Uns fehlt gegenwärtig einfach die Konstanz, auch wenn wir zwischendrin wieder sehr gute Spiele mit deutlichen Siegen abliefern - so wie beim 5:2 gegen Thiersheim und 4:0 gegen Oberkotzau", bemängelt Wächter. "Man meint dann scheinbar, dass es mit ein paar Prozent weniger auch geht, aber es gibt keinen leichten Gegner in dieser Liga."

Mit Kirchenlaibach wartet nun ein sehr kampfstarker Gegner, gegen den die Kasendorfer ersatzgeschwächt antreten müssen. So werden Daniel Grasgruber (privat verhindert), Niklas Deller (verletzt), Matthias Pistor (beruflich verhindert) und Martin Stübinger (Rotsperre) fehlen. Hinter dem Einsatz von Michael Fuchs und Sebastian Schott (beide Grippe) steht ein Fragezeichen. "Wir haben Glück, dass wir sehr viele Spieler haben, die vielleicht auch ein wenig zu Unrecht draußen geblieben sind, weil sie der Trainer nicht aufgestellt hat", sagt Wächter. "Ich erwarte, dass wir alles reinlegen und die drei Punkte bei uns behalten."

SSV Kasendorf: Cukaric, Wächter - Dünkel, Friedrich, Fuchs (?), Gunzelmann, Hartmann, Korzendorfer, Luft, Mullen, A. Pistor, Schmeußer, Schorn, Schott (?), Schubert.

Kickers Selb - ATS Kulmbach Der starke Saisonstart des Aufsteigers aus Selb ist nicht überraschend. Der Spitzenreiter hat sich mit Fernando Redondo, einem ehemaligen Regionalligaspieler, und weiteren erfahrenen Landesliga- und Bezirksligaspielern enorm verstärkt.

Mut für die schwere Aufgabe macht dem ATS das vergangene Wochenende, als die Kulmbacher mit einem hart erkämpften 4:3-Erfolg gegen den FC Tirschenreuth ihre Talfahrt stoppten. Es war ein Spiel mit mehreren Führungswechseln. "Wir hatten Glück, denn Tirschenreuth hätte nach seiner 2:1-Führung noch zwei Tore machen müssen", gesteht ATS-Coach Vitor do Adro ein. "Wir können uns bei Torhüter Dominic Schuberth bedanken, der uns mit tollen Paraden im Spiel gehalten hat. Und in der zweiten Halbzeit müssen wir halt sieben Tore schießen."

Der Kampfgeist und die klare Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel waren für den Trainer überraschend: "Konditionell sind wir noch nicht auf dem notwendigen Level, zumal auch wieder Spieler ersetzt werden mussten." Die Personalsituation entspannt sich vor der Partie in Selb etwas. Zwar ist Stürmer Nino Müller beruflich verhindert, doch rücken Alexander Wachter und Florian Böhmer wieder in den Kader. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz des am Oberschenkel verletzten Christian Auner.

ATS Kulmbach: Schubert - S. do Adro, Adam, Zeidler, Lauterbach, Sener, Schramm, Buchta, Böhmer, Wachter, Topal, Hohla, Parenta, Nacak, V. do Adro. SG Regnitzlosau - VfR Katschenreuth Dass die so stark gestarteten Katschenreuther nach der Niederlage in Poppenreuth und dem 1:1 am vergangenen Samstag zu Hause gegen Thiersheim derzeit etwas auf der Stelle treten, lässt VfR-Coach Detlef Zenk nicht gelten: "Das finde ich etwas respektlos uns gegenüber. Natürlich war das Unentschieden sehr ärgerlich, weil wir uns für eine sehr gutes Leistung nicht belohnt haben. Aber wir haben zurückgefunden zu einer sehr engagierten Spielweise." Die körperliche Präsenz habe genauso gestimmt wie die Vielzahl an herausgespielten Torchancen. Nur die Qualität im Abschluss habe gefehlt. "Die versuchen wir jetzt im Training zu verbessern und herzustellen", sagt Zenk. "Julian Angermann hat trotz seines Trainingsrückstandes eine Kiste gemacht. Ich hoffe, dass er für die Zukunft einen Teil von diesem Problem lösen kann." Zudem hofft der Coach auf eine baldige Rückkehr des verletzten Chris Weggel.

Allerdings warnt Zenk davor, den kommenden Gegner aus Regnitzlosau an seinem Tabellenstand zu messen: "Der Aufsteiger baut stark auf Eigengewächse und braucht noch etwas Zeit, um sich an die rauhe Bezirksligaluft zu gewöhnen. Wir können gegen jede Mannschaft gewinnen, aber auch gegen jede verlieren, wenn wir unsere Leistung nicht auf den Platz bringen." Bangen muss der Trainer um die angeschlagenen Marc Dippold, Lukas Schramm, Moritz Knoll und Hannes Michel. Neu im Kader ist Jan Würfel.

VfR Katschenreuth: Neidhardt - Schramm (?), Stübinger, Kolb, Schubert, Limmer, Knoll (?), Marc Dippold (?), Michel (?), Abibullayev, Amon, Angermann, Wettermann, Kirsch, T. Pistor, Würfel.