Weltmeister 2014, Weltmeister 2016 - und auch Weltmeister 2018? Bundestrainerin Silke Eber aus Katschenreuth träumt mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei der heute beginnenden WM in Linz (Österreich) vom Titel-Hattrick.
Elf Nationen gehen bei der Weltmeisterschaft in der ÖBV-Arena an den Start. Als Titelfavoriten gelten neben der deutschen Auswahl die Brasilianerinnen sowie die Gastgeberinnen. Erstmals bei einer WM-Endrunde dabei sind unter anderem Neuseeland und Belgien.
Silke Eber und ihre Co-Trainerin Eva Krämer (Niedernhall) haben für das fünftägige WM-Turnier zehn Spielerinnen nominiert. Neben Spielführerin Sonja Pfrommer (TSV Dennach) haben Anna-Lisa Aldinger (Foto, TSV Dennach), Stephanie Dannecker, Annika Bösch (beide TSV Calw), Theresa Schröder, Hinrike Seitz und Aniko Müller (alle TV Jahn Schneverdingen) bereits WM-Gold gewonnen. Ihre erste WM spielen Michaela Grzywatz (TSV Bardowick), Svenja Schröder (TV Eibach) und Charlotte Salzmann (TK Hannover).


Auftakt heute

In der Vorrundengruppe B trifft Deutschland heute auf Tschechien (14.30 Uhr) und Italien (16 Uhr). Am Mittwoch geht es gegen Serbien (13 Uhr), Polen (15.15 Uhr) und Argentinien (18.15 Uhr). Am Donnerstag und Freitag (26./27. Juli) werden die Finalteilnehmer im K.o.-System ermittelt. Das Endspiel ist für Samstag um 18 Uhr angesetzt.
Ziel der deutschen Nationalmannschaft ist es, als Gruppenerster die Zwischenrunde zu erreichen, in der bereits Österreich oder Brasilien Gegner sein könnten. Insgesamt nehmen elf Teams an dieser WM teil, damit ist die WM auch die größte aller Zeiten. Die österreichischen Organisatoren rechnen mit einem ausverkauften Haus in der eigens für diese WM geschaffenen WM-Arena in Linz-Auhof. 2300 Zuschauer haben auf dem Center Court Platz.


Brasilien wohl größter Rivale

Silke Eber rechnet mit Brasilien als größten Konkurrenten: "Die Brasilianerinnen sind sehr stark, das haben sie nicht zuletzt duch ihre Erfolge auf Vereinsebene unter Beweis gestellt. Duque hat jetzt zum dritten Mal in Folge den Weltpokal bei den Frauen gewinnen können. Dazu noch die junge, hochtalentierte Mannschaft aus Sogipa, da wird am Ende auch ein sehr gutes Nationalteam rauskommen."
Aber auch Österreich schätzt die Katschenreutherin hoch ein. "Wir wissen, welch große Motivation so eine Heim-WM auslösen kann. Das haben wir 2014 in Dresden auch erleben dürfen. An einem guten Tag sind auch die Schweizerinnen für jedes Team gefährlich. Eine der vier großen Faustballnationen wird wohl den Titel holen, alles andere wäre eine große Überraschung."
Silke Eber vertraut zum Großteil auf den Kader, mit dem sie vor zwei Jahren in Dresden Weltmeister wurde. "Wir haben eine sehr gute Mischung im Team. Und was noch viel wichtiger ist: alle ziehen zu 100 Prozent mit, egal ob sie schon mal Weltmeister waren oder nicht. Ich spüre trotz der Erfolge der vergangenen Jahre eine hohe Motivation im Team, der Teamgeist ist hervorragend, wir sind bereit für diese WM!"