Bezirksspielleiter Günter Hahn wies bei der Tagung am Montagabend im Sportheim des FC Neuenmarkt darauf hin, dass er die Auf- und Abstiegsregelung den Verband habe überprüfen lassen. Eine Korrektur sei in München nicht vorgenommen worden. Hahn sagte den betroffenen Vereinen zu, sich mit der Eingabe des TSV Burgebrach nochmals an den Verband zu wenden. Unabhängig vom Ergebnis der nochmaligen Überprüfung werde man aber die Relegation zu den Bezirksligen am kommenden Freitag mit dem Spiel TSV Presseck gegen den TuS Schauenstein starten, das in Selbitz ausgetragen wird.

Gleiches Recht für alle

Johannes Maciejonczyk ist nicht nur Vereinsvorsitzender, sondern auch Spielleiter der Landesliga Nord-Ost. Der ausgebildete Jurist hat offenbar genau in den Statuten des Fußballverbandes nachgeblättert, sprach gleich zu Beginn der Besprechung in Neuenmarkt von einer Ungleichbehandlung: "Was uns Vereine stört, und da bin ich mit allen anderen fünf Releganten einer Meinung, ist die Ungleichbehandlung zwischen den beiden Bezirksliga-Fünfzehnten, dem TSV Staffelstein und dem FC Wüstenselbitz, die im direkten Duell einen Platz für die Bezirksliga ausgespielt haben, und uns Kreisliga-Zweiten." Diese sechs Vereine würden nur um einen Platz kämpfen. "Das sehen wir alle als Ungleichbehandlung an, und deshalb fordern wir, dass unsere Plätze aufgestockt werden." Man werde im Nachgang den Klassenerhalt des TSV Staffelstein nicht rückgängig machen können, doch sollten die Kreisliga-Zweiten mit gleichem Recht bedacht werden wie die Bezirksligisten. Maciejonczyk forderte für die sechs Kreisliga-Zweiten drei Aufstiegsplätze.

Keine Entscheidung

Es sei allein die Entscheidung des Bezirksspielausschusses, der mit Ausnahme des Seniorenspielleiters, der nur eine beratende und keine beschließende Stimme hat, am Montag in Neuenmarkt komplett zusammen war. Maciejonczyk bedauerte, dass das Thema nicht behandelt wurde. "Man hätte durchaus den Mut aufbringen können, eine entsprechende Entscheidung zu treffen." Er machte deutlich, dass man das Aufstiegsrecht auch vom Verbandssportgericht juristisch überprüfen lassen könne.

Seine Ausführungen stießen nicht nur bei den anderen Kreisliga-Zweiten auf ungeteilte Zustimmung. Maciejonczyk fand auch in Kreisspielleiter Manfred Neumeister einen Fürsprecher.

Greift München ein?

Schiedsrichterobmann Siegfried Brehm kann sich nicht vorstellen, dass man in München die Aufstiegsregelung nochmals über den Haufen wirft. Bezirksspielleiter Günter Hahn erklärte, dass es bei der Auf- und Abstiegsregelung entscheidend sei, wie viele Absteiger es gibt. "Wenn es für Oberfranken optimal gelaufen wäre, wir nur Aufsteiger und keine Absteiger hätten, dann hätten die sechs Kreisliga-Zweiten jetzt fünf Aufstiegsplätze. Nachdem wir aber so viel Absteiger haben, gibt es nur einen freien Platz."

Nochmalige Prüfung

Normal würden laut Günter Hahn nach der Auf- und Abstiegsregelung die beiden Fünfzehnten der Bezirksliga mit den sechs Zweiten der Kreisligen so viel Plätze ausspielen, dass in den beiden Bezirksligen in der kommenden Saison die Normzahl von 36 Mannschaften erreicht wird, mindestens aber einen Platz. "Das hätte heuer bedeutet, dass man eben insgesamt nur einen Platz hätte. Das wird jetzt nochmals in München geprüft", stellte der Bezirksspielleiter fest.