Eine starke Vorstellung lieferte der Kirchleuser Christopher Haase zusammen mit seinem Teamkollegen Simon Gachet bei der Blancpain-Sprint-Series am Hungaroring. Auf der Rennstrecke nordöstlich der ungarischen Hauptstadt Budapest fuhr das Duo von Saint-é-loc-Racing in seinem Audi R8 LMS auf die Plätze 2 und 4.

Nach dem neunten und zweiten Rang in den ersten Trainingsfahrten brachten Haase und Gachet auch in der Qualifikation tolle Leistungen: Der junge Franzose eroberte Startplatz neun, der Kirchleuser qualifizierte sich als zweitbester Audi-Pilot auf Rang 6.

Zu Rennbeginn herrschten schwierige Bedingungen, da es kurz vor dem Start geregnet hatte, aber die Nässe rasch trocknete. Die meisten Teams setzten auf Slick-Reifen, das galt auch für Gachet. Der Youngster löste diese knifflige Aufgabe bravourös. "Simon hat einen tollen Job gemacht, es war wirklich schwierig zu fahren", lobte Haase, der von der Box aus zusah, wie sein Teamkollege Position um Position gut machte. "Dann ist dem Team auch noch der drittschnellste Boxenstopp gelungen. Damit hatte ich die Chance auf den vierten Platz, den ich nach einem harten Fight mit dem WRT-Audi auch erobern konnte", schildert Haase das restliche Rennen.

Am Folgetag stand ein weiteres Rennen auf dem Programm. Strömender Regen erzwang einen Start hinter dem Safety-Car, nach drei Runden wurde das Rennen freigegeben. Haase freute sich über einen großartig auf die Verhältnisse abgestimmten Audi R8 LMS: "Unser Auto war einfach grandios. So konnte ich mit Christopher Mies kämpfen und ihn nach einiger Tür-an-Tür-Action auch überholen, danach war ich gleich am Grasser-Lambo dran."

Ungünstiger Boxenstopp

Der folgende Boxenstopp von Saint-é-loc-Racing war strategisch allerdings nicht gut gewählt. Haase fuhr eine Runde früher zum Reifenwechsel, konnte aber nach Ende des Stopps nicht direkt zurück auf die Strecke fahren, da gleichzeitig Konkurrenten zum Boxenstopp kamen. "Es wäre ein Unsafe-Release gewesen, also mussten wir warten", erklärt Haase. Allerdings konnte sich der Kirchleuser auf seinen Teamkollegen verlassen. Eine Safety-Car-Phase führte die Spitzengruppe wieder zusammen, danach kämpfte sich Simon Gachet bis auf den zweiten Platz nach vorne. Wie schon am Vortag waren Haase/Gachet bestes Audi-Team.

"Vielen Dank an das gesamte Team, vor allem an Simon", sage Haase. "Nun freue ich mich auf meinen Einsatz mit Ricardo Feller im ADAC GT Masters, wo wir am Sachsenring für BWT Mücke Motorsport starten." red