Bei der Internationalen Jugend-Gala in Schweinfurt verpasste das Hammerwurf-Talent vom UAC Kulmbach mit dem dritten Platz die EM-Teilnahme um 71 Zentimeter.

Hummel hatte sich zum Saisoneinstand mit einer großen Steigerung und starken 72,85 Metern vorübergehend an die Spitze der deutschen Rangliste gesetzt. In Schweinfurt trafen nun drei deutsche Nachwuchs-Werfer mit Saisonbestleistungen zwischen 72 und 73 Metern aufeinander und kämpften um zwei EM-Tickets.


Große Nervosität

Beim Einwerfen zeigte sich das Trio nervös, der 16-jährige Burghaiger ließ dann auch im ersten Wettkampfversuch einen ungültigen Wurf folgen. Sören Hilbig (VfR Evesen) kam nur auf 62,23 Meter. Dagegen setze der um ein Jahr ältere Raphael Winkelvoss (SV Einbeck) mit 72,46 Metern ein Ausrufezeichen - diese Weite sollte an diesem Tag kein Hammerwerfer mehr knacken.

Hilbig erzielte seine Bestweite im zweiten Versuch mit 70,07 Metern. Dagegen kam Hummel, der bereits in den vergangenen Trainingseinheiten technische Probleme hatte, nur schwer in den Wettkampf. Nach dem fünften Durchgang hatte er bereits drei ungültige Versuche, seine Bestweite lag bei 64,71 Metern. Ärgerlich war, dass zwei ungültige Würfe jenseits der 71 Meter, aber auch außerhalb des Wurfsektors, gelandet waren.

Und dann der letzte Versuch des Kulmbachers: Die fünf Kilogramm schwere Stahlkugel landete mittig im Wurfsektor und in der Nähe der 70-Meter-Linie. Bange Sekunden. Reichte das um den zweitplatzierten Hilbig noch zu überholen? Nein, Hummels ordentliche Weite von 69,36 Metern reichte nicht für die Qualifikation für die Europameisterschaft.

Somit verpasst Hummel auch die Chance auf die alle vier Jahre stattfindenden Olympischen Jugend-Spiele in Argentinien. Für dieses Großereignis werden zehn Startplätze für europäische Hammerwurf-Talente bei den nationalen Titelkämpfen in Ungarn vergeben.

Für Hummel stehen nun in Erding die süddeutschen Titelkämpfe an, bevor er dann bei den deutschen Jugend-Meisterschaften Ende Juli in Rostock um die Medaillen kämpft. mst