Der Kulmbacher Sportkegler Hans Dippold hat den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Bei der Ü60-Europameisterschaft im tschechischen Rokycany stellte er erst einen neuen europäischen Rekord in seiner Altersklasse auf, dann holte er auch noch Gold.

Der ehemalige Bundesliga-Kegler Hans Dippold gehört seit Jahrzehnten zu den besten Kulmbachern in dieser Sportart. Nun krönte er seine Karriere mit dem Gewinn des Europameisterschafts-Titels. Dippold setzte sich schon in der Qualifikation gegen 23 Starter durch und stellte mit überragenden 647 Holz einen neuen Europarekord auf.

Am zweiten Wettkampftag startete er mit der Slowenin Franciska Stare Novak im Tandem-Mixed. Allerdings landeten beide nur auf dem 22. Platz und verpassten damit die Qualifikation für das Finale der besten 16.

Am letzten Wettkampftag ging es dann um den Europaans-Einzelmeister-Titel. Dort starteten die 16 Finalisten in zwei Blöcken. Nach den ersten acht Startern führte der Tscheche Dalibor Tucek mit 612 Holz das Teilnehmerfeld an. Im Verlauf des zweiten Blocks lieferte sich Dippold mit dem Slowenen Darko Bizjak und dem Serben Milovan Pantic ein enges Duell.

Dippold konnte sich dann kurz vor Schluss von den beiden Kontrahenten absetzen und behielt die Nerven. Mit einem Neuner kurz vor Schluss schob er sich zudem an dem bis dato führenden Dalibor Tucek vorbei und holte sich mit 623 Holz den Titel.

Fast 40-jährige Karriere

1980 begann die Karriere von Dippold - acht Jahre später kegelte er schon für Goldkronach in der Bayernliga. 2004 wurde Dippold mit dem SKC Staffelsteiner Vizeeuropameister und verpasste 2011 nur ganz knapp den Sieg bei der deutschen Seniorenmeisterschaft. Im Einzel und Tandem holte Dippold fünfmal den bayerischen Titel.

Elf Jahre kegelte der gebürtige Burghaiger in den deutschen Topligen, davon fünf Jahre in Staffelstein und Schweinfurt in der 1. Liga sowie sechs Jahre in Goldkronach, Schweinfurt und Neustadt in der 2. Liga.