Die Fußballer und Anhänger des TSV Ködnitz erholen sich so langsam von der riesigen Enttäuschung des vergangenen Sonntags. Die 1:4-Niederlage gegen den FC Kirchleus im "Endspiel" um Platz 2 in der Fußball-A-Klasse 6 Kulmbach war ein ganz bitterer Moment für den "Herbstmeister", der zur Winterpause noch mit acht Punkten Vorsprung die Tabelle angeführt hatte und im Toto-Pokal bis in die 5. Runde vorgestoßen war.

Dass der TSV Ködnitz nach der Serie einen Trainerwechsel vollzieht, hat mit dem verpassten Aufstieg nichts zu tun. "Das haben wir unserem Trainer Alexander Degelmann schon in der Winterpause mitgeteilt", sagt TSV-Spielleiter Matthias Kern. Er lobt den bisherigen Coach ausdrücklich ("Alex hat eine sehr solide, erfolgreiche Arbeit geleistet. Es hat mit ihm sehr viel Spaß gemacht"), sagt aber auch, dass es nach vier Jahren "einfach mal an der Zeit" sei, einen neuen Impuls zu setzen. Auch Degelmanns Nachfolger Marco Dressel verlässt nach vier Jahren seinen Verein TDC Lindau. "Es war eine schöne Zeit, aber beide Seiten haben gemerkt, dass ein Tapetenwechsel besser wäre." Vom TSV Ködnitz ist der 44-Jährige, der auch schon Spielertrainer beim ATS Kulmbach und TSV Thurnau war, absolut überzeugt: "Es ist genauso wie der TDC Lindau ein gut geführter, familiärer Verein, der eine junge Mannschaft mit Potenzial hat." Der verpasste Aufstieg in die Kreisklasse ändere nichts an Dressels Motivation. Bei den "Trimmern" löst ihn Mario Zimmermann (35) ab, der bis zum vergangenen Jahr den TSV Donndorf-Eckersdorf trainiert hat.

Weil der Ködnitzer Kader zusammenbleibt und noch zwei, drei Talente hinzustoßen, gibt sich Spielleiter Matthias Kern für die neue Serie angriffslustig: "Wir geben ganz klar das Ziel Meisterschaft aus." Der Genickschlag des Saisonfinales werde den Verein nicht aus der Bahn werfen, glaubt Kern: "Wir sind ein unwahrscheinlich gut funktionierender Verein und gehen optimistisch unseren Weg mit heimischen Spielern weiter."