Das Spiel haben die Kasendorfer vor allem ihrem Trainer Matthias Morck, selbst eingefleischter Club-Fan, zu verdanken. Denn als die Kulmbacher Brauerei im vergangenen Jahr anlässlich ihres 165-jährigen Bestehens den 1. FC Nürnberg als Hauptpreis eines Gewinnspiels ausgeschrieben hat, war der SSV-Trainer sofort Feuer und Flamme. "Ich habe alle im Verein aktiviert, möglichst viele Kronkorken zu sammeln", erzählt Matthias Morck. Vor allem Spielleiter Hans Weggel ließ sich vom Sammelfieber anstecken. Nicht zuletzt dank der Mithilfe befreundeter Fußballvereine sowie des FCN-Fanclubs Thurnau-Kasendorf brachten die Kasendorfer bis zum Stichtag sage und schreibe 144 855 Kronkorken zusammen.
Das reichte locker zum Sieg, denn der Zweite FC Gefrees hatte mit "nur" 104 215 gesammelten Verschlüssen deutlich weniger Durst...
Beim SSV Kasendorf laufen die Vorbereitungen auf den großen Tag Ende Juni längst auf Hochtouren. Unter anderem ist geplant, hinter dem Tor eine Stahlrohrtribüne aufzustellen, so dass insgesamt über 4000 Zuschauer auf der idyllisch gelegenen SSV-Sportanlage Platz finden. Die Sitzplätze sollen neun, die Stehplätze sechs und die ermäßigte Karten fünf Euro kosten. Der Vorverkauf hat noch nicht begonnen, denn die Tickets müssen erst gedruckt werden. Matthias Morck rechnet fest damit, dass die "Hütte" voll wird. "Der Reiz an so einem Spiel ist doch, dass man nicht wie im Stadion 50 Meter von den Spielern weg sitzt, sondern die Profis einmal hautnah erlebt."
Interessant ist für Matthias Morck zudem, "dass man bei uns erstmals die Club-Neuzugänge sehen kann." Schließlich ist es das erste Vorbereitungsspiel der Nürnberger auf die Saison 2012/13. Und nach den jüngsten drei Siegen in Folge wird immer wahrscheinlicher, dass der FCN auch als Erstligist nach Kasendorf kommen wird.

Keine Verstärkungen


Fest steht, dass gegen die Profis des neunmaligen Deutschen Meisters ausschließlich Spieler des SSV Kasendorf auflaufen werden. Verstärkungen von höherklassigen Mannschaften aus der Umgebung will man nicht. Der SSV-Coach erklärt: "Schließlich haben unsere Spieler mit ihrer Sammelaktion dafür gesorgt, dass sie gegen den Club antreten dürfen."