Schockzustand beim Bezirksligisten VfB Kulmbach. In der Nacht zum Montag starb völlig überraschend Thomas Frank, Vorstandsmitglied und Spielleiter bei den Metzdorfern, im Alter von nur 52 Jahren. Den Montag erlebte er nicht mehr - sein Herz hörte auf zu schlagen, bevor er wieder aufwachte.


Mister Metzdorf

Beim VfB Kulmbach galt "Tommi", wie er gerufen wurde, als eine Art Mister Metzdorf. Egal, wo es brannte: Thomas Frank war schon da.

Als Vorstandsmitglied, das für die Liegenschaften verantwortlich zeichnete, und als Spielleiter der Bezirksligamannschaft, für die er als gute Seele immer ein offenes Ohr (und helfende Hände) hatte: Wenn es etwas zu regeln gab, dann war der 52-jährige stets einer der ersten Ansprechpartner - denn "Tommi" Frank galt als ein Muster an Zuverlässigkeit.


Vom SV Burghaig gekommen

Dabei war er ursprünglich gar kein Metzdorfer. Zum VfB kam er erst am 1. Januar 1990 - vom SV Burghaig. Dort spielte er in der Jugend und in der 1. Mannschaft. Zeitlebens wohnte er auch im Kulmbacher Stadtteil Burghaig.

Was "Tommi" Frank als Vereinsmitarbeiter beim VfB und auch als Mensch so wertvoll machte: Er war nie einer, der sich und seine Arbeit in den Mittelpunkt stellte. Wohltuend zurückhaltend und mit seinem eigenen - durchaus trockenen - Witz war er weit über die Vereinsgrenzen hinaus ein beliebter Gesprächspartner. Die nötige Objektivität wahrte er dabei nahezu immer. Kaum einmal, dass der als Elektriker tätige Spielleiter aus der Haut fuhr.

In Metzdorf herrschte am Montag große Betroffenheit. Am Abend trafen sich Mannschaft und Funktionäre im Sportheim, um die schockierende Nachricht gemeinsam zu verarbeiten.


Immer pflichtbewusst

Selbst da wurde deutlich, wie präsent "Tommi" Frank im Verein war. Nach dem Vorbereitungsspiel am Sonntag in Ebing - er war natürlich dabei - fuhr er, pflichtbewusst wie immer, den Trikotkoffer ins Sportheim, um die Spielkleidung zu waschen. Es sollte die letzte Aktivität des VfB-Spielleiters gewesen sein. Seinen montäglichen Arbeitsweg in die Landeshauptstadt - er war in München auf Montage - durfte er nicht mehr antreten.