Einen Überraschungssieger bei den Herren gab es beim Kapuziner-Alkoholfrei-Triathlon in Kulmbach mit dem 20-jährigen Neuseelänger Jay Wallwork, der für Würzburg startet und vor seinem Vereinskameraden Markus Unsleber und Silvester Kohlmann vom ASC Kronach Frankenwald siegte. Bei den Damen gewann Astrid Zunner aus Regensburg souverän über die Olympische Distanz vor Jana Richter aus Plauen und Regina Bauer vom CIS Amberg.

Gedränge bleibt aus

Um 11.15 Uhr fiel am Sonntag der erste Startschuss am Trebgaster Badesee für die schnellsten Herren und die Bayernliga. Drei Minuten später erfolgte der Start der Frauen und weitere drei Minuten danach gingen mit den Altersklassen der Herren die letzten Athleten ins Wasser. Bei hervorragenden äußeren Bedingungen waren im Badesee zwei Runden mit je 750 Metern zu absolvieren. Das übliche Gedränge beim Schwimmstart hielt sich in Grenzen, sodass keiner der Teilnehmer zu Schaden kam. Im Uhrzeigersinn waren die Bojen zu umschwimmen, und nach einem kurzen Landgang ging es zum Teil mit Kopfsprung zurück in den See zur zweiten Runde. Viele Zuschauer feuerten die Athleten begeistert an.

Der spätere Sieger Jay Wallwork legte im Wasser bereits den Grundstein für seinen Erfolg in Kulmbach. Mit mehr als einer Minute Vorsprung verließ er nach einem reibungslosen Umstieg aufs Rad die Wechselzone. Auf der 40 Kilometer langen Radstrecke schaute er sich mehrmals um, sah aber keine Verfolger. Die Verfolger rückten auf der Radstrecke näher zusammen und bildeten eine größere Gruppe. Unter den Blicken der Kampfrichter war aber ein Windschattenfahren nicht möglich. So hielt der "Kiwi" seinen Vorsprung bis zum zweiten Wechsel im Mönchshof-Biergarten.

Die selektive Radstrecke hatte bereits hohe Anforderungen an die Athleten gestellt, aber auch der zehn Kilometer lange Laufkurs hatte es in sich. Davon ließ sich der junge Neuseeländer nicht beirren. Er behielt sein hohes Lauftempo bei und war nicht mehr einzuholen. Es siegte deutlich vor seinem Vereinskameraden Markus Unsleben und Silvester Kohlmann (Kronach).

Bei den Damen bügelte Astrid Zunner ihren Ausrutscher vor drei Wochen in Burgkunstadt wieder aus, als sie beim Schwimmen eine Boje verpasste und als vermeintliche Siegerin disqualifiziert wurde. Diesmal gewann sie klar vor Jana Richter aus Plauen und Regina Bauer aus Amberg.

In der Bayernliga ging es um die Teamwertung und den Aufstieg in die Regionalliga. Der Triathlon in Kulmbach ist dabei nur ein Teil der kompletten Serie. Nach dem Kapuziner-Triathlon führt hier der SV Wacker Burghausen vor dem Team Schongau und dem SC Prinz Eugen München.

In der Teamwertung der Staffeln waren die Mannschaften vom "BMW Herrnleben Team Icehouse" aus Bayreuth nicht zu schlagen. Die Sieger finishten in der Besetzung Bernd Walter, Andreas Hacke und Tim Höhne in 2:00,04,2 Stunden vor ihren Vereinskollegen in der Besetzung Daniel Lunkenhaimer, Florian Heiß und Lukas Schrack in 2:00,12,8 Stunden. Platz 3 holte sich der ASV Triathlon Kulmbach mit Carsten Friedmann, Rainer Pittroff und Philipp Neumeister. Bei den reinen Damenstaffeln siegte der ATS Kulmbach in der Besetzung Theresa Deichsel, Grit Schäfer und Marianne Schwarz.

Lindner siegt in der AK 30

In den Altersklassen wurden die bayerischen Meister ermittelt. Aus Kulmbach platzierten sich Nadja Lindner (1. Platz AK 30) und Heike Schweens (3. Platz AK 50) auf dem Podium. Schnellste Dame aus dem Landkreis Kulmbach war Nadja Lindner (2:25,01,7 Stunden) vom ATS Kulmbach. Schnellster Kulmbacher bei den Herren war Marc Heller (2:26,35,1) vom ASV Kulmbach.

Die Siegerehrung im Mönchshof-Biergarten rundete die gelungene Veranstaltung ab, die sehr viel Lob von den Aktiven bekam.