Christoph Lauterbach, Rüdiger Bauer und Dominik Hoderlein von der SGB Stadtsteinach stellten sich dem Etappenrennen "Salomon 4 Trails" im Nationalpark Berchtesgadener Land. Dabei erkämpfte sich der Thurnauer Lauterbach als bester Deutscher den fünften Gesamtrang.

18 Tage nach dem Erfolg beim Zugspitz Ultratrail stand für die Läufer von der SGB Stadtsteinach der nächste Wettkampf an. Beim "Salomon 4 Trails" müssen die Teilnehmer innerhalb von vier Tagen über 140 Kilometer und 8500 Höhenmeter bewältigen. Neben Lauterbach stellten sich seine beiden Vereinskameraden Rüdiger Bauer und Dominik Hoderlein sowie insgesamt über 500 Teilnehmer aus über 30 Nationen der Herausforderung.

Wetter macht es allen schwer

Auf der ersten Etappe mussten nach einer Streckenverkürzung wegen Starkregen und Gewitter-Warnungen noch 25 Kilometer und 1500 Höhenmeter überwunden werden. Die Strecke führte die Teilnehmer zunächst steil bergauf über den Zehnkaser und anschließend bei strömenden Regen bergab ins Tal, wo es wellig bis ins Ziel ging. Mit einer Zeit von 2:26 Stunden lief Lauterbach als Fünfter ins Ziel.

Auf der 34 Kilometer langen zweiten Etappe zeigte sich das Wetter von seiner besseren Seite. Wieder stand zunächst ein längerer Anstieg an, ehe die Strecke auf den technisch anspruchsvollen "blauen Steig" (1500 Meter) abzweigte. Dieser Traverse folgten der Abstieg nach Inzell (693 Meter) und eine schnelle Flachpassage, bevor es nach weiteren 600 Höhenmetern bergab ins Ziel ging. Wie schon am ersten Tag belegte der 24-jährige Lauterbach Platz 5 (3:22 Stunden).

Bei der dritten Etappe über 37,5 Kilometer und 2200 Höhenmeter durchquerten die Läufer die Weißbachschlucht und mussten anschließend den steilsten Anstieg des Rennens bewältigen (900 Meter). Lauterbach lief mit 3:57 Stunden als Sechster über die Ziellinie und verlor in der Gesamtwertung knapp eineinhalb Minuten seines Vorsrpungs.

Am vierten und letzten Tag wartete mit 43 Kilometern und 2700 Höhenmetern die längste und schwierigste Etappe von Lofer nach Maria Alm (802 Meter). Mittlerweile gab es wohl keinen Teilnehmer mehr im Feld, bei dem die vergangenen Tage keine Spuren hinterlassen hatten.

Endlose Gesteinslandschaft

Nach einem ersten Anstieg über einen Waldsteig zur Litzlalm und dem folgenden kurzen Bergab stück ging es fortan 1300 Höhenmeter bergauf zum Ingolstädter Haus, dem Einstieg ins "Steinerne Meer" und somit dem höchsten Punkt der Strecke (2300 Meter). Die Strecke führte über vier Kilometer durch die endlos scheinende Gesteinslandschaft, dann folgte der acht Kilometer lange Abstieg. Dabei mussten die Läufer anspruchsvolle seilversicherte Passagen überwinden. Lauterbach mobilisierte noch einmal alle Kräfte und kam erneut auf Platz 5 ins Ziel.

Damit sicherte sich der SGBler mit einer Gesamtzeit von 14:57:08 Stunden den fünften Platz im Gesamtklassement - und den inoffiziellen Titel des besten Deutschen. Rüdiger Bauer wurde in 18:59:53 Stunden 84. und erreichte Rang 8 in der Senior-Master-Men-Klasse 50-60. Dominik Hoderlein zeigte eine beeindruckende Leistung und landete in 20:44:29 Stunden auf dem 71. Platz der Klasse Men (18-40) sowie dem 137. Gesamtrang.
Überragender Gesamtsieger mit vier Etappensiegen wurde der Spanier Miguel Caballero (La Sportiva) in 13:30:50 Stunden, vor dem ebenso starken Vorjahressieger aus Griechenland, Dimitrios Theodorakakos (Salomon International) mit 13:47:43 Stunden und dem Südtiroler Daniel Jung mit 13:58:57 Stunden (Gore Running Wear).

Bei den Damen siegte die Schottin Helen Bonsor (Mammut Pro Team) in 16:15:43 Stunden vor der Deutschen Tina Fischl (Asics Frontrunner, 16:31:18) und der Russin Zhanna Vokueva (Salomon, 16:38:46). red