Zuvor hatte der Verein schon die Abgänge der beiden Leistungsträger Florian Förster (zum ATS Kulmbach) und Andreas Reuther (VfB Kulmbach) verkrafte müssen.
"Es geht momentan einfach nicht", erklärt Werzer angesichts eines Bandscheibenvorfalls in der Halswirbelsäule. Da die anstehende Behandlung mit Reha und die Frage, ob operiert wird oder nicht, noch nicht endgültig geklärt ist, weiß niemand so genau, wann der Trainer wieder ohne Einschränkungen an der Seitenlinie stehen kann. "Deswegen habe ich dem Verein mitgeteilt, dass ich in der Rückrunde nicht zur Verfügung stehe", so Werzer.


Rainer Dück hilft aus

Wie schon in der vergangenen Saison nach dem Rücktritt von Marco Dreßel wollte der Verein auch diesmal wieder Kapitän Florian Bergmann für das Amt des Interimstrainers gewinnen. Doch der kam nicht in Frage, weil er in der Wintervorbereitung drei Wochen auf Hochzeitsreise weilt. Michael Werzer schlug dem TSV unter anderem Rainer Dück vor, der dem Sechstplatzierten der Kreisklasse auch zusagte. Der 46-Jährige hatte die Thurnauer bereits von 2009 bis 2011 gecoacht, war aber im November vom Verein wegen Erfolglosigkeite entlassen worden. Nun kehrt der langjährige Torwart und spätere Trainer des SSV Kasendorf, der seit 2011 kein Herren-Team mehr trainiert hat, bis zum Sommer zum TSV zurück. "Ab der neuen Saison werde ich wieder übernehmen", kündigt Michael Werzer an. Bis dahin will sich der derzeit krankgeschriebene Familienvater aber aus dem aktiven Fußballgeschehen heraushalten, aber natürlich die Spiele des TSV weiterhin live verfolgen.
Zwei Akteure, die sich nicht nur auf Zeit, sondern ganz und gar vom TSV Thurnau verabschiedet haben, sind Florian Förster und Andreas Reuther. Die beiden Leistungsträger zieht es zu den Kulmbacher Bezirksligisten VfB (Reuther) und ATS (Förster). Den Abgang des hoch veranlagten 19-jährigen Förster kann der Trainer dabei zumindest nachvollziehen. "Der hat in der Liga nichts zu suchen und wäre spätestens am Saisonende weg gewesen", meint Werzer. Doch auch einige interne Probleme mit Mitspielern bewogen den 19-Jährigen zu seiner sportlichen Veränderung. "Dazu möchte ich eigentlich nichts weiter sagen", ist der Trainer merklich angefressen angesichts des Themas, das die Stimmung in der Winterpause Richtung Nullpunkt senkte.
Und dann wollte auch noch Mittelfeldspieler Andreas Reuther gehen. "Da war ich ein bisschen enttäuscht, denn das war nicht absehbar", ärgert sich Werzer, der Reuther nach dem Abgang von Spielmacher Förster noch mehr Verantwortung übertragen hätte. Doch der Lockruf des VfB Kulmbach, der es bereits im Sommer beim 25-Jährigen probiert hatte, war zu stark.


Aufstieg ist abgehakt

Der Wiederaufstieg in die Kreisliga ist nach der personellen Schwächung der Mannschaft für Werzer "nüchtern betrachtet kein Thema mehr". Er wünscht sich für seine Mannschaft einfach nur wieder eine bessere Stimmung. "Es lag zuletzt einiges im Argen", meint Werzer. "Deshalb ist es erstmal wichtig, wieder Ruhe reinzubekommen".